Studierende, Mitarbeitende, Alumni und geladene Gäste aus Wirtschaft und Politik feiern Jubiläum mit Festakt und interaktiver Zeitreise.

Sie war eine der ersten Fachhochschulen Deutschlands: 1969 nahmen 130 Studierende an der „Unternehmung zur beruflichen Rehabilitation Behinderter“ ihr Studium auf. Heute bereiten sich an der SRH Hochschule Heidelberg rund 3.400 deutsche und internationale Studierende in 38 Bachelor- und Master-Studiengängen auf ihr Berufsleben vor. Mit dem Studienmodell „Das CORE-Prinzip“ (Competence Oriented Research and Education), für das die Hochschule 2018 mit dem Genius Loci-Preis für Lehrexzellenz des Stifterverbands und der VolkswagenStiftung ausgezeichnet wurde, gilt die private Hochschule als Vorreiter für innovative Lehre. 450 Absolventen, Partner, Mitarbeitende und Studierende haben am 5. Juli das 50-jährige Jubiläum der SRH Hochschule Heidelberg gefeiert.

„Zusammenhalt, Ideenreichtum, Vielfalt und Innovationskraft zeichnen uns aus“, sagte Prof. Dr. Katja Rade, die heutige Rektorin. „Und unsere Tradition ist auch Motor für Erneuerung und Innovation, die derzeit insbesondere in den Bereichen Gründung, digitale Kompetenzen und in unseren neuen Studiengängen und -richtungen sichtbar wird.

Prof. Dr. Christof Hettich, Vorstandsvorsitzender der SRH, unterstrich die wichtige Rolle der Hochschulen für die Gesellschaft: „Es braucht Bildung, ganz besonders Herzensbildung, um die Gesellschaft zu stärken“, sagte er in seiner Rede.

Eine interaktive Zeitreise beleuchtete Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Hochschule. Alumni, Mitarbeiter und Studierende präsentierten mit viel Witz und Charme die wichtigsten Meilensteine: Im Oktober 1992 öffnete sich die Hochschule für alle – sie wurde eine eigenständige Institution in der Trägerschaft der Stiftung Rehabilitation als „Fachhochschule Heidelberg“. Der Bau des Science Towers, der 2004 fertig gestellt wurde, war ein weiteres Highlight. Unter Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Winterberg wurde 2012 das CORE-Prinzip eingeführt. Das Theaterstück, inszeniert  von Drama Light-Regisseur Stefan Hillebrand, erhielt von allen Seiten großes Lob.

Prof. Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg und Honorarprofessor, hob die Gründungskultur der Hochschule hervor: „Schon während des Studiums kommen die Studierenden mit dem Thema Entrepreneurship in Kontakt und werden dazu ermuntert, ihre Ideen umzusetzen.“ Auch die enge und kooperative Zusammenarbeit der Stadt mit der Hochschule, betonte er: „Wir haben viele gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht.“

Neben den Alt-Rektoren Prof. Horst Methner, Prof. Dr. Wolfram Hahn und Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Winterberg haben auch Alumni ihre Erinnerungen geteilt: „Unser Dozent damals hat die Tafel immer bis zum Rand gefüllt – rechts geschrieben und links zugleich gewischt“, erzählt Olaf Trapp, der 1969 zum ersten Jahrgang im Fach Maschinenbau gehörte. 1969 trugen die Studierenden noch weiße Kittel, „wie die Eisbären“, sagt Trapp lächelnd. „40 Stunden die Woche Vorlesung waren ganz schön anstrengend, aber wir haben alle zusammengehalten und uns gegenseitig geholfen“, ergänzt sein früherer Kommilitone Arthur Brenig. „Und schon vor dem Examen hatten wir alle unseren Job in der Tasche.“

Fotos von der Veranstaltung findet man hier. Das Rhein-Neckar-Fernsehen hat auch einen Film gedreht.