3. Vernetzungstreffen der Metropolregion Rhein-Neckar zum Thema frühkindliche Ernährungsbildung

Fassen wir uns mal an die eigene Nase: Wie oft setzen Sie sich zum Familienessen zusammen? Wie oft essen Sie zwischen Tür und Angel, das schnelle Würstchen auf der Straße oder das belegte Brötchen am Arbeitsplatz? Auch bei unseren Kindern hat sich das Essverhalten in den letzten 20 Jahren dramatisch geändert. Fast jedes zweite Kind hat Gewichtsprobleme. Deshalb hat die Metropolregion Rhein-Neckar ein Programm zur frühkindlichen Ernährungsbildung aufgesetzt, das Projekt „Abenteuer Essen“. Am 21. März kamen über 60 Projektteilnehmer und Kita-Verantwortliche aus der ganzen Region an der SRH Hochschule Heidelberg zum Vernetzungstreffen zusammen.

Bewegung und Ernährung als Säulen des gesunden Aufwachsens von Kindern, Interkulturalität und Integration, aber auch der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer waren die Schwerpunktthemen des diesjährigen Treffens, zu dem Prorektor Prof. Dr. Gustav Rückemann herzlich begrüßte. Anika Dornieden, Projektleitung „Abenteuer Essen“ bei der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, bedankte sich für diesen Empfang und sagte: „Ich nehme es als Wertschätzung unserer Projektarbeit wahr, dass wir zum dritten Mal an der SRH Hochschule Heidelberg sein dürfen.“

Sigrid Fellmeth, Diplom-Oecotrophologin und Alexandra Brühmann vom Institut für Sport und Sportwissenschaft an der Universität Heidelberg brachten in ihrem Vortrag auf den Punkt, was alle Projektteilnehmer verbindet: „der Wunsch nach starken Kindern, die die Chance auf ein glücklicheres Leben haben.“ Fellmeth führte weiter aus: „Ich wünsche mir strahlende Kinderaugen. Sie alle sind auf diesem Weg für die Kinder ganz wichtig, weil Sie die Verhaltensmuster der Kinder im Bereich der Ernährung und der Bewegung mitprägen. Kitas sind neben ihrem zu Hause der wichtigste Lernort für ein Kind.“

In vier Workshops konnten sich die Teilnehmer mit verschiedenen Perspektiven auf das Thema auseinandersetzen. „Es war eine ganz tolle Mischung und ich profitiere sehr von dem Erfahrungsaustausch“, sagte eine Teilnehmerin. Prof. Dr. Annette Schneider von der Fakultät für Sozial- und Rechtswissenschaften sieht in der Veranstaltung einen großen Mehrwert für die Hochschule: „Für uns ist der Kontakt zu Praktikern sehr wichtig. Bei der Veranstaltung vernetzen sich Theorie und Praxis ideal und die Studierenden erhalten einen Einblick, was in der Praxis möglich ist und wie Projekte durchgeführt werden können.“