Zum Abschluss des Projekts „Musiktherapie 360°“ lädt die Fakultät für Therapiewissenschaften zum Symposium ein: Am 27. September stellen die Projektteilnehmer die Ergebnisse vor.

Angesichts der sich wandelnden Demografie haben sich die Kolleginnen und Kollegen der Fakultät für Therapiewissenschaften ein brisantes Thema ausgesucht: Im Forschungsprojekt „Musiktherapie 360°“ untersuchen sie, wie die Lebensqualität von Pflegebedürftigen verbessert werden kann. Warum „360°“? Weil nicht nur die pflegebedürftigen Menschen, sondern auch ihre Angehörigen und das Pflegepersonal in das Projekt mit einbezogen werden, „ein gesamtheitlicher Ansatz, der bislang noch nicht in der Pflegepraxis angewendet wird“, wie Michael Keßler, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Angewandte Forschung und beim Projekt Musiktherapie 360° sagt.

In der Pflegeheimat St. Hedwig in Heidelberg und in der Geriatrischen Klinik des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses in Ludwigshafen bieten die Therapeuten der SRH Hochschule Heidelberg seit 2015 Musiktherapie an.  Auch Studierende sind in Form von Bachelor- und Masterthesen in das Projekt eingebunden. Das Team um Prof. Dr. Thomas Hillecke, Prof. Dr. Dorothee von Moreau, Prof. Dr. Carsten Diener und Prof. Dr. Alexander Wormit sowie Michael Keßler, Biljana Coutinho und Linda Ibanez entwickelt mit diesem Projekt ein neuartiges, musiktherapeutisches Behandlungskonzept zur Verbesserung der Lebensqualität in der Pflegepraxis und der Optimierung des Arbeitsablaufs der Pflegekräfte.

Mehr Kommunikation, weniger Einsamkeit, mehr Wohlbefinden und Aktivierung: Die Teilnehmer am Projekt „Musiktherapie 360°“ ziehen eine sehr positive Bilanz. Auch die Pflegekräfte profitieren von dem Projekt: Das Burnout-Risiko nimmt ab, die Arbeitszufriedenheit steigt. So werden beim Abschluss-Symposium am 27. September die Ergebnisse der qualitativen und quantitativen Befragungen vorgestellt. Weitere Infos zur Veranstaltung gibt es hier.

Das Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Förderrichtlinie „Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter SILQUA-FH“ im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ (FKZ 13FH006SX5).