MuK-Studentin und Wir-Online-Redakteurin Claudia Fröhlich berichtet über den Gastvortrag der Chefredakteurin der deutschsprachigen Cosmopolitan, Lara Gonschorowski. Sie wurde vom Studiengang Medien- und Kommunikationsmanagement im Rahmen des Moduls „Die Redaktion“ zu einem Gastvortrag eingeladen.

 

Cosmopolitan. Eines der größten und bekanntesten Frauenmagazine der Welt mit insgesamt 33 internationalen Ausgaben in 50 Ländern. Die „COSMO“ sieht sich als das Leitmedium für kosmopolitische, moderne und selbstbewusste Frauen.

Mehr als 60 Studierende, Professorinnen und Professoren begrüßten Lara Gonschorowski im November 2020 virtuell an der SRH Hochschule Heidelberg. Nicht nur die Studierenden, sondern auch Lara Gonschorowski schalteten sich aus dem Homeoffice dazu. Bevor die Chefredakteurin mit einem kurzen Vortrag über die Cosmopolitan beginnen konnte, klingelte es jedoch noch bei ihr an der Tür. Lara Gonschorowski nahm es mit einem Lächeln: „Dann seht ihr immerhin, dass ich hier nicht in Jogginghose sitze.“

Der Gastvortrag startete mit einer kurzen Präsentation, in welcher die Diversität, die der Cosmopolitan besonders wichtig sei, hervorstach. Lara Gonschorowski betonte, dass die Cosmopolitan Frauen, die das Potential haben, etwas zu verändern, eine Bühne geben will. Diese Frauen würden manchmal in der Gesellschaft als störend empfunden. Die Cosmopolitan möchte ihnen aber die Gelegenheit geben, ihre Ideen darzulegen und die Diskussion darüber anzuregen.

Nach einem interessanten Vortrag gab die Chefredakteurin den Studierenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Insbesondere der Umgang der Cosmopolitan mit der aktuellen Corona-Situation interessierte die Studierenden. Lara Gonschorowski beschrieb ihren Alltag der letzten sieben Monate als das komplette Gegenteil der früheren Abläufe. Die Pandemie sei bisher eine der größten Herausforderungen für sie als Chefredakteurin gewesen. Rückblickend gestand sie: „Ich dachte nicht, dass man die Produktion des größten deutschen Frauenmagazins auch aus meiner Altbauwohnung koordinieren kann.“

Mittlerweile seien die digitalen Redaktionssitzungen oder Kundentermine aber zur Gewohnheit geworden. Lara Gonschorowski räumte jedoch ein, dass sie trotz alledem ab und an mal in das Cosmopolitan Büro in München fährt, da ihr sonst die Decke auf den Kopf fiele. Mittlerweile ist die Redaktion übrigens nach Hamburg umgezogen, wo sich der Hauptsitz des Verlags, Bauer Media, befindet. Sofern es die Reise- und Homeoffice-Regeln zuließen, rief uns Lara Gonschorowski im neuen Jahr zu, sei sie vor Ort.

Auch wenn der Chefredakteurin der Kontakt zu Menschen und die vielen Reisen fehlten, blickt sie mit Zuversicht in die Zukunft. Sie möchte so lange bei der Cosmopolitan bleiben, wie es nur geht, da sie die Marke und ihre Position liebe.

Abschließend versuchte die Chefredakteurin, insbesondere die weiblichen Studierenden zu motivieren. Sie sprach an, dass sich viele Frauen chronisch unterschätzten – das sollten sie sich unbedingt abgewöhnen. Als Tipp für den Werdegang aller jungen Menschen sprach sie von einer gesunden Portion Ehrgeiz, die jedoch nicht in Verbissenheit münden sollte. Zudem empfahl sie, sich nicht einschüchtern zu lassen und die kreative Arbeit, die sie selbst in ihrem Beruf so zu schätzen weiß, mit Fleiß und Eigeninitiative zu erledigen.

Die SRH Hochschule Heidelberg bedankt sich bei Lara Gonschorowski für diesen interessanten Gastvortrag und hofft, sie in Zukunft vielleicht auch einmal persönlich an der Hochschule begrüßen zu dürfen.