Der Physiotherapie-Student Lukas Grimm tritt am 31. Juli in der Sportart Karate bei den Europäischen Hochschulsportmeisterschaften in Zagreb, Kroatien an. Im Gespräch mit Wir-Online hat der 22-Jährige verraten, wie er Studieren und Trainieren verbindet und was seine Ziele sind.

Im Gespräch mit Hochschulrektorin Prof. Dr. Katja Rade verriet der Sportler: „Bei einem kleinen Fehler ist man sofort raus.“ Eine endgültige Feststellung, die Lukas Grimm immer im Hinterkopf hat, wenn er in Wettkämpfen antritt. „Eigentlich ist alles eine Kopfsache.“ Deshalb gehört Mentaltraining unbedingt zu seinem Sportalltag dazu. In der Disziplin Kata der Sportart Karate tritt er am 31. Juli der Jury gegenüber. Die Juroren vergeben Punkte anhand dieser Art von Kür, einer Bewegungsabfolge mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Etwa zwei bis drei Minuten dauert das Ganze, fünf Runden oder Kata hat Lukas für Zagreb vorbereitet, keine Übung darf sich dabei wiederholen. Erst in den finalen Runden kämpft er gegen tatsächliche Gegner.

Lukas Grimm hat schon viele Preise eingeheimst, bei der Deutschen Meisterschaft 2019 den 3. Platz belegt, bei der Hochschulmeisterschaft im letzten Jahr den ersten. Doch es bleibt immer noch eine große Herausforderung, das Training in das Studium der Physiotherapie zu integrieren. „Die SRH Hochschule ist dabei sehr entgegen kommend“, berichtet der Student. „Wenn ich keine Turniere habe, steht das Studium im Vordergrund und umgekehrt. Die Akzeptanz der Dozenten ist absolut da! So kann ich Prüfungen auch manchmal schieben.“ Zweimal täglich muss der Karateka trainieren, eine Einheit in Heidelberg, eine in Hoechst. „Das Studium der Physiotherapie hat mein Krafttraining schon geändert, es ist effizienter geworden. Ich verstehe nun meinen Körper besser“, sagt Lukas. So hilft ihm das Studium sogar ein bisschen. „Karate ist eine gesunde Sportart“, erklärt er. „Ich hoffe, dass ich sie bis Mitte 30 ausüben kann. Danach ist die Physiotherapie, vielleicht in Verbindung mit dem Sport, eine solide Grundlage, auf der ich gut aufbauen kann.“

Die Konkurrenz in Zagreb wird stark sein, meint der 22-Jährige: „Andere Länder fördern ihre Athleten viel stärker als Deutschland. Es wird nicht einfach!“ Sein großes Ziel ist Olympia 2020. 

Prof. Dr. Katja Rade überreichte Lukas Grimm einen Sportbeutel mit einem Sportshirt und wünschte ihm alles Gute bei den Europäischen Hochschulsportmeisterschaften in Zagreb: „Viel Glück, Erfolg und einen immer kühlen Kopf!“