Corona hält uns alle ziemlich auf Trab – doch durch den vielen Stress scheint an den ein oder anderen Tagen auch die Einsamkeit durch den Alltag. Das wir damit nicht alleine sind und wie wir unsere Mitmenschen nicht vergessen – ein Aufruf zu ein wenig Selbstlosigkeit – Madeleine Ch. Krehahn

In schwierigen Zeiten kann es schon einmal vorkommen, dass man etwas selbstzentrierter ist. Die Umstellung auf der Arbeit, in der Uni, in der Schule … man muss sich erst einmal umorganisieren, erst einmal sortieren, erst einmal an alles gewöhnen.

Doch gerade dann ist es auch wichtig, die Menschen um einen herum nicht zu vergesse. Der Mensch wird nicht ohne Grund als soziales Wesen ausgewiesen, wir alle brauchen einander. Daher ist diese Zeit des Abstandes für uns so besonders schwierig; natürlich wollen (und müssen) wir Abstand halten, Masken tragen, das Infektionsrisiko verringern. Das alles schränkt unsere Gemeinschaft natürlich ungemein ein, doch ganz so einsam müssen wir uns nicht fühlen! Denn auch zu Zeiten von Corona haben wir so viele Möglichkeiten unsere Gemeinschaft zu stärken und das soziale Wesen in uns zufrieden zu stellen.

Schreib doch mal einen Brief: Jaja, Oma & Opa haben es uns ja schon immer gepredigt. Text-Nachrichten seien zu unpersönlich und nehmen die Nähe zwischen den kommunizierenden Personen. Also: schreibt doch einfach mal einen Brief! Egal ob jetzt an eure Liebsten oder an einen völlig Fremden. Organisationen wie aktion-fremde-freunde vernetzen euch mit Personen, die in Corona-Zeiten besonders isoliert sind. Mit einer persönlichen Aufmerksamkeit und einigen wenigen Worten könnt ihr deren oftmals eintönigen Alltag in Seniorenheimen erhellen – und wer weiß, vielleicht ist das ja auch der Anfang einer wundervollen Freundschaft.

Der Klimawandel kennt keinen Lockdown: Es gibt Probleme, die machen keine Pause. Ob du dich bei fridaysforfuture oder anderen sozialen Projekten engagierst, ist natürlich deinen Prioritäten überlassen. Fakt ist aber auch, dass die Not vieler Menschen sich durch Corona noch verschlimmert, sei es bei häuslicher Gewalt oder psychischen Krankheiten. Organisationen wie Frauenhauskoordinierung oder Die deutsche Depressionshilfe kannst du dabei wohl am ehesten mit einer Finanzspritze unterstützen, Verbände wie die Caritas oder die örtlichen Blutspendenzentralen sind eher auf ehrenamtliche Tätigkeiten angewiesen.

Die Kommune vor Ort: Auch wenn Corona ein globales Problem ist, sollte insbesondere die Krise der Menschen in der eigenen Kommune nicht vergessen werden. Denn während Global Player in der Corona-Krise eher großen Profit machen, müssen die kleinen Geschäfte vor Ort oft um ihre Existenz kämpfen. Also unterstützt nach Möglichkeit nicht Jeff Benzos und Co, sondern eure lokalen Geschäfte. Sie werden es euch danken! Und so ein kleines Pläuschlein an der Kasse – sobald das wieder geht – ist doch auch so viel netter als die E-Mail der Bestellbestätigung in deinem Postfach, oder? Bis dieses Pläuschlein wieder vor Ort möglich ist, bieten viele Einzelhändler auch die Abholung oder einen eigenen Kurierservice an. Auf Heidelberg kauft lokal findet man viele Möglichkeiten!

Egal ob du also beruflich viel eingespannt bist oder neben dem Studium noch ein wenig Freizeit übrig hast, wichtig ist es, das Miteinander nicht zu vergessen. Oft sind es eben doch die kleinen Dinge wie ein persönlicher Brief oder eine Spende, die für einzelne einen großen Unterschied im Alltag machen.

Und auch uns selbst machen diese kleinen Gesten und Nettigkeiten doch so viel menschlicher.