Betriebswirtschafts-Professor Benedikt Römmelt entwickelt die Idee „Intelligente (Kite-) Surfbretter – Tracking im Sport“ und will mit der Auszeichnung in der Tasche an die Realisierung von Prototypen gehen.

Sie schweben zuweilen sekundenlang bis zu zehn Meter in der Höhe: Auch für Hobby-Kitesurfer ist es wichtig, die Höhe, Dauer und Geschwindigkeit ihrer Sprünge zu erfassen. Das Tracking der eigenen Leistung steht wie bei allen Sportlern daher hoch im Kurs. Klebesensoren, die Geschwindigkeit sowie Höhe und Dauer von Sprüngen messen, sind sehr gut am Markt etabliert, jedoch teuer und können leicht verloren gehen. Deshalb liegt die Idee, die Sensoren direkt auf die Kitesurfbretter zu drucken, nahe. Zudem wird die Position des Boards getrackt. Häufig gehen Boards nach einem Sprung im Wasser verloren. Die integrierten Sensoren erleichtern das Wiederfinden und sind zudem günstiger als die Klebevariante. Mit dieser Idee beteiligte sich Prof. Dr. Benedikt Römmelt am Innovationswettbewerb „Technologie sucht Anwendung: Feel the heat“, ausgerichtet von der Fraunhofer-Gesellschaft, dem DLR (Deutschen Zentrum für Raumfahrt), BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) sowie dem Innovation Service Network.

Ausgangspunkt für den Wettbewerb war ein Verfahren, das Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt haben: Dadurch lassen sich komplexe Bauteile mit elektrisch leitenden Strukturen und integrierten Sensoren mittels 3D-Druck herstellen. Auf der Plattform „Clusterfeedback“ suchten sie Anwendungen für diese neue Technologie. Insgesamt stellten sich 18 Ideen dem Wettbewerb, die sowohl von der Crowd im Community Voting als auch von einer Experten-Jury bewertet wurden.

Die Idee „Intelligente (Kite-)Surfbretter – Tracking im Sport“ gewann das Community Voting. Nach der Einschätzung der Experten-Jury erreichte die Heidelberger Idee den insgesamt zweiten Platz und folgt damit dicht dem erstplatzierten Vorschlag „Heizelemente zur Vermeidung von Eisplatten auf LKWs“ .

„Im nächsten Schritt werden wir mit den Technologie-Experten die Realisierung von Prototypen diskutieren. Anschließend stehen Gespräche mit Vertretern der Industrie an“, beschreibt der Betriebswirtschafts-Professor Benedikt Römmelt den Fortgang des Projekts. „Unabhängig von diesem Projekt kann `Clusterfeedback´ für gründende Studierende und Start-ups interessant sein. Dort können sie spannend Ideen generieren und wertvolles Feedback zu Innovationen sammeln.“

Die Plattform „Clusterfeedback“ ist ein Gemeinschaftsprojekt hochkarätiger Organisationen: Fraunhofer-Gesellschaft, DRL (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), dem BMBF sowie dem Innovation Service Network. Ziel ist die verbesserte Verwertung von Forschungsergebnissen durch innovative Transfermethoden. Mit Hilfe des Clusterfeedbacks sollen Technologien frühzeitig und schnell durch Marktakteure validiert werden.