Joeline Hammler, Wir-Online-Redakteurin und frisch gebackene Psychologie-Studentin, berichtet über ihre Erfahrungen bei den Startklar-Tagen.

Ob Climate Change Management and Engineering, Musiktherapie oder auch Wirtschaftsinformatik – ganz egal, für welchen Studiengang wir uns auch entschieden haben, eines verbindet uns alle:

Eine tiefe Dankbarkeit der SRH Hochschule Heidelberg gegenüber, die es möglich gemacht hat, durch sorgfältig durchdachte und höchst präzise getaktete Hygienemaßnahmen rund 900 Studierende im neuen Semester willkommen zu heißen.

„Wir sind nicht bloß Lehrende, Dozierende oder Studenten, wir sind eine Familie, und hierzu heiße ich Sie nun herzlich willkommen“ sagte Rektor Prof. Dr. Carsten Diener, während wir neuen Erstis in Slots eingeteilt und mit zwei Metern Abstand voneinander in einem Raum auf dem Boden saßen und neugierig die ersten Minuten unseren neuen Studentenlebens verbrachten.

Solche Sätze werden es sein, die wieder hochkommen, und im Gedächtnis bleiben, wenn wir in einigen Jahren in Erinnerungen an unsere Studienzeit schwelgen werden. Dass Prof. Dr. Carsten Diener uns überhaupt willkommen heißen konnte, und dass auch völlig wahrhaftig im selben Raum, ist in Zeiten wie diesen gar nicht so selbstverständlich.

Während in diesem Jahr für so manch einen von uns bereits viele Pläne begraben werden mussten, Praktika oder Auslandsaufenthalte, Nebenjobs wegfielen, der Abiball der nicht stattfinden konnte oder gar für den ein oder anderen das Abitur verschoben wurde, so war es doch wie ein kleines Licht am Ende des Tunnels, als bekannt gegeben wurde, dass auch in diesem Jahr die Startklar-Tage für uns SRH-Neulinge in Präsenz stattfinden könnten. Der kleinen Einführung liegt ein aufwändiges Hygienekonzept zugrunde, welches wochenlange Planung bedurfte. Ich möchte gar nicht ausrechnen, wie häufig unser Rektor seine Willkommensrede den verschiedenen Slots während der diesjährigen Start Klar Tage aufsagen musste, doch eines muss an dieser Stelle Erwähnung finden: Den Aufwand war es allemal wert!

In kleinen Gruppen von maximal zehn Personen aufgeteilt, für Risikogruppen sogar online, durften wir nun also tatsächlich die ersten Personen aus unserem Studiengang kennenlernen, Gesichter von Personen sehen, die wir bisher nur aus E-Mail-Unterhaltungen kannten, und den Campus erkunden. Dabei immer stets mit Maske auf, war es zwar schwierig, die Personen später wiederzuerkennen, doch die Freude darüber, überhaupt anwesend sein zu dürfen überdeckte jegliche Barriere.

Nicht bloß die zentralen Startklar-Tage dienten einer tollen Einführung in die neue Zeit, die vor uns liegt, auch unsere Fakultät für angewandte Psychologie hat so einiges dazu beigetragen, dass wir trotz vieler Online-Veranstaltungen ein Zuhause in Heidelberg finden durften.

Natürlich ist das Online-Studium nicht das Gelbe vom Ei, das ist uns auch klar. Es fehlen die sozialen Kontakte, die Unterhaltungen in den Pausen oder die Witze während der Vorlesung, die anschließenden Verabredungen, die gemeinsamen Momente, die zu wichtigen Erinnerungen werden. Um so wichtiger war es, frühzeitig Kontakte zu knüpfen. Gerade für jene, die wie ich ganz neu in Heidelberg sind und sonst niemanden hier kannten, hing so einiges davon ab.

Durch eine dezentrale Einführungsveranstaltung in der Fakultät für Psychologie konnten wir erstmals die Räume sehen, welche uns für die kommenden drei Jahre während Vorlesungen beherbergen werden, Professoren kennenlernen, wie auch einen großen Teil der Fachschaft. Noch viel besser aber lernten wir uns gegenseitig an Spieleabenden wie auch der „Psycho Stadt Rallye“ kennen, wo wir einiges Wissenswertes über Heidelberg lernten und viel Vergnügen an den einzelnen Stationen wie „Bobby Car“ oder „Klopapier“ hatten. Auch hier unterlagen alle Veranstaltungen wieder einem durchdachten Hygienekonzept, sodass diese bedenkenlos möglich gemacht wurden.

Obwohl sicherlich viele von uns Erstis von Angst und Zweifel umgeben waren, wir könnten in Online-Vorlesungen versinken, und für den Rest unserer Studienzeit alleine sein, so konnten wir schnell erkennen, wie viele Menschen um uns herum das Beste dafür gaben, uns von Anfang an vom Gegenteil zu überzeugen.

Die gesamte Fachschaft, und Studienorganisatoren haben einen riesigen Beitrag dazu geleistet, dass wir uns untereinander kennenlernen und vernetzen konnten. Dafür möchten wir uns herzlich bei jedem einzelnen bedanken. Wir wissen, wie glücklich wir uns damit schätzen dürfen.

Auch wenn der spaßige Teil des Studiums viel zu schnell zu Ende gegangen ist, freue ich mich schon jetzt darauf, mit meinen neuen Kommilitonen all die Momente zu erleben, die später zu den besonderen Erinnerungen an Studienzeiten werden. Und ich bin nun restlos davon überzeugt, dass es reichlich hiervon geben wird.