Seit dem Frühjahr 2021 gibt es eine neue offizielle Studierendenvertretung an der SRH Hochschule Heidelberg. Wir-Online-Redakteurin Jana Ladwig hat Benedikt Merk, Laura Petruk und Alina Dieminger (Bild v.l.) gefragt, wie die Gremienarbeit an unserer Hochschule funktioniert und was ihre Aufgaben sind.

Bei der Wahl für die Vertretung im Senat überzeugten die Psychologie-Studentin Laura Petruk und der Wirtschaftsrecht-Student Benedikt Merk. Vertreten werden sie von Kerem Bayrak, Student der Betriebswirtschaftslehre. Benedikt Merk konnte gleich in zweifacher Hinsicht punkten und hält zusätzlich die Position des Vorsitzenden der Studierendenversammlung, kurz SV, gemeinsam mit der Psychologie-Studentin Alina Dieminger inne. Gemeinsam sind die drei vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 in beiden Gremien vertreten.

Hochschulrektor Prof. Dr. Carsten Diener freut sich auf die Zusammenarbeit: „Wir sagen immer, dass Studierende bei uns im Mittelpunkt stehen. Das wollen wir natürlich auch leben! Ein vertrauensvolles und offenes Verhältnis zwischen Studierenden und ihrer Hochschule ist uns sehr wichtig, um die Sorgen und Nöte der Studierenden aufzufangen, ihre wertvollen Ideen aufzugreifen und uns gemeinsam positiv weiterzuentwickeln.“

Wie diese Zusammenarbeit aussehen kann und wer hinter den Ämtern steht, erklären die drei selbst.

Was ist der akademische Senat und die Studierendenversammlung? Wie unterscheiden sie sich?

Laura: Der Senat ist ein akademisches Hauptorgan der Hochschule. Als studentische Vertretung hat man im Senat eine Mitbestimmungsmöglichkeit. Die Studierendenversammlung ist ein junges Gremium, gegründet wurde sie erst letztes Jahr von René Abele und Steven Wayand. In der Studierendenversammlung kann man als Studierender neue Ideen einbringen und diese umsetzen. Es gibt beispielsweise verschiedene Referate wie Hochschulsport oder Politische Bildung, bei denen man sich einbringen kann.

Benedikt: Genau, die Studierendenversammlung setzt sich aus allen Vertreterinnen und Vertretern der Fachschaften und der Fakultäten zusammen. Das, was wir in der Studierendenversammlung beschließen, können wir drei als Studierendenvertreter im akademischen Senat vortragen. So können wir gewährleisten, dass die Studierendeninteressen bestmöglich vertreten werden.

Was war eure Motivation für eure Bewerbung?

Alina: Mich hat die Studierendenversammlung generell interessiert, weshalb ich zur Studierendensitzung gegangen bin. Ich finde, dass ein Austausch zwischen den Fakultäten wichtig ist. Wir alle zusammen sind schließlich die SRH Hochschule Heidelberg. Deshalb wollte ich mich als Vorsitzende der Studierendenversammlung einbringen.

Laura:  Ich bin am Anfang meines Studiums auf die Position aufmerksam geworden, als René in der Fachschaft seine Position im Senat vorstellte. Ich fand spannend, dass man direkt mit dem Rektorat im Austausch ist und man mitentscheiden und eigene Ideen einbringen kann. Da wusste ich sofort, dass, wenn sich die Gelegenheit ergibt, ich diese ergreifen und mich bewerben werde.

Benedikt: Ich übernehme gerne Verantwortung und finde es wichtig, interfakultär Kontakte zu knüpfen. Die Vorstellung von René Abele und Steven Wayand hat mich dann aber endgültig überzeugt. Ich wollte unbedingt Projekte auf die Beine stellen, welche den Studierenden vor allem Spaß bereiten sollen und hab mich deshalb im dritten Semester für den Vorsitz als studentischer Vertreter innerhalb des Akademischen Senates beworben. Für den Vorsitz in der SV wurde ich in einer Sitzung vorgeschlagen. Durch die Doppelrolle kann ich extern mit dem Managing Board der SRH Hochschule Heidelberg arbeiten, aber auch intern den Kontakt suchen und damit ein gutes Bindeglied für die Interessen der Studierenden sein.

Welche Stärken bringt ihr mit?

Laura: Da ich Gruppensprecherin bin und mich in der Fachschaft unter anderem im Qualitäts- und Wahlausschuss engagiere, habe ich einen guten Überblick über die Bedürfnisse und Wünsche der Studierenden. Außerdem habe ich vor dem Studium in einer Bildungseinrichtung gearbeitet und war dort Vorsitzende des Alumnivereins, ich kenne also die Abläufe solcher Gremien.

Alina: Ich bin ein sehr offener Mensch. Ich kann gut mit anderen umgehen und freue mich darauf, deren Ideen aufnehmen und dann auch wenn möglich umzusetzen. Wenn ich für etwas brenne, dann bin ich auch bereit, viel Zeit zu investieren. Zuverlässigkeit sollte ohnehin selbstverständlich sein, wenn man in diesem Amt ist.

Benedikt: Seit meinem 15. Lebensjahr engagiere ich mich bereits in sportlichen und sozialen Vereinen. Im Verein meines Vaters bin ich unter anderem im Aufsichtsrat und unterstütze ihn dabei, soziale Projekte in Indien auf die Beine zu stellen. Mir macht es persönlich Spaß, Projekte zu initiieren und Dinge zu bewegen.

Auf was freut ihr euch am meisten in eurem neuen Amt?

Laura: Darauf, dass man beispielsweise die Probleme, die auf dem Gruppensprecherniveau besprochen wurden, angehen kann. Generell, dass man die Gestaltung der Lehre positiv weiterentwickeln kann. Das ist das, was mich motiviert und worauf ich mich wirklich freue.

Alina: Mein Studium hat bis jetzt überwiegend online stattgefunden. Ich freue mich deshalb darauf, dass ich mithelfen kann, die Online-Lehre oder dann auch die Hybrid-Lehre zu gestalten. Ich hoffe, dass ich in meiner Position den Studierenden helfen kann.

Benedikt:  Ich freue mich besonders auf Veranstaltungen, die wir hoffentlich bald wieder planen können. Vor allem auf Dinge wie Benefizläufe oder Turniere, die den Studierenden Spaß machen und mit welchen wir in- und außerhalb der SRH ein Zeichen setzen können. Natürlich wissen wir nicht, wie sich die Lage weiterentwickelt. Ich bin mir aber sicher, dass wir bis dahin mit der Studierendenversammlung spannende Projekte umsetzen können.

Ihr seid seit dem 1. März im Amt. Was könnt ihr bis jetzt berichten, was waren eure ersten Schritte?

Alina: Einer unserer ersten Schritte war es, die Geschäftsordnung durchzusprechen und verschiedene Ressorts zu wählen. Unser nächstes Ziel ist es, eine Plattform für alle Studierenden zu schaffen, auf der man sich miteinander vernetzen kann. Wir sind gerade dabei zu schauen, welche Plattformen wir dafür am besten nutzen können.

Wie können Studierende über eure Aktivitäten informiert bleiben?

Alina: Wir haben vor eine Mail an alle Studierenden herauszuschicken, in der wir uns vorstellen. Eine Seite über die Studierendenversammlung auf der Hochschulhomepage ist auch in Überlegung.

Mit welchen Anliegen können sich Studierende an euch wenden?

Laura: Studierende können sich mit allen Anliegen an uns wenden. Sie sollten dabei aber immer die Eskalationshierarchie beachten und sich dementsprechend zuerst an ihre Gruppensprecherinnen und -sprecher wenden. Ansonsten sind wir per E-Mail gerne für euch erreichbar – im Moment noch über unsere Studierenden-Adresse, bald aber über eine offizielle Mailadresse.

Benedikt: Es kann jeder Studierende an den Versammlungen teilnehmen, es kann auch jeder Studierende sein Interesse zeigen und seine Ideen präsentieren. Wir sind immer auf der Suche nach kreativen Köpfen, die mit uns Projekte bewegen möchten. Jeder ist ein Teil der Studierendenversammlung. Deswegen: herzlich willkommen!

Hier erreicht ihr unsere Studierendenvertreter:innen:

benedikt.merk@stud.hochschule-heidelberg.de

laura.petruk@stud.hochschule-heidelberg.de

alina.dieminger@stud.hochschule-heidelberg.de