Das erste Jahr der Student Digital Transformation Agents (SDTA) an unserer Hochschule ist vorbei und die beiden studentischen Hilfskräfte Alina und Björn blicken zufrieden zurück.

Wie kann Digitalisierung Studium und Lehre an der Hochschule verbessern? Mit dieser Frage beschäftigt sich unsere Hochschule schon länger als mit Corona. Doch seit der Pandemie hat sie besonders viel Fahrt aufgenommen. Zu Beginn des Jahres 2021 starteten die beiden studentischen Digitalisierungsagent:innen, zunächst mit Björn Hoppenheit und Anna Rehm (

), im Juli 2021 hat Alina Dieminger Annas Part übernommen. Angesiedelt sind die beiden SDTA bei Petra Kling in der SRH Akademie für Hochschullehre und in der Abteilung Qualität und Entwicklung bei Dr. Kerstin Fink. Die Idee, Studierende aktiv in den Digitalisierungsprozess der Hochschule einzubeziehen, entstand in Zusammenarbeit mit dem Hochschulforum Digitalisierung (HFD), einer Initiative des Stifterverbands und des CHE Zentrums für Hochschulentwicklung.

SDTA-Highlights 2021:

  • Das erste Projekt der SDTA war, die an der Lehrplanung Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um hier organisatorische Verbesserungen zu erreichen.
  • Mitwirkung an einem “Lightning Talk” beim University:Future Festival des HFD
  • Mitgestaltung des World Cafés zum Thema Digitalisierung an unserer Hochschule
  • Interview der SRH Holding mit Björn für den Geschäftsbericht (
  • )
  • Auftritte im Senat und in der Mitarbeitendenversammlung
  • Mitarbeit im Think Tank „Kommunikation“
  • Präsentation des SDTA-Konzeptes auf einem Workshop der HFD-Fokuswoche, bei dem Studierende aus ganz Deutschland online zusammenkamen.

„Wir sind schon sehr weit fortgeschritten“, fasst Björn das Jahr zusammen. „Unsere Verbindungen intern sind sehr gut, die Schnittstelle Studierende-Hochschule funktioniert“, ergänzt Alina.

Vorreiterrolle in der Hochschulwelt

Die SRH Hochschule Heidelberg nimmt innerhalb des HFD mittlerweile eine wichtige Rolle ein (

auch ein Bericht über das Konzept). Nun hat das Forum Alina Dieminger eingeladen, an der Arbeitsgemeinschaft Digital Changemaker teilzunehmen – eine Ehre. Hier tauschen sich Studierende aus ganz Deutschland über die Digitalisierungsmöglichkeiten in der Hochschullehre aus. „Das ist schon ein tolles Forum“, ist Alina ein bisschen stolz. „Hier können wir von studentischer Seite aus wichtige Schritte für die Digitalisierung in der Lehre und für die Methodenkompetenz anregen und deutschlandweit Impulse geben.“

Umfrage zur Hochschullehre in Corona-Zeiten

Durch die Pandemie, aber auch durch den Cyberangriff im September 2021 haben die beiden gemerkt, wie wichtig eine gute digitale Aufstellung für das Fortbestehen eines Unternehmens ist, sagt Björn: „Wir konnten hinter alle Strukturen und alle Kulissen blicken. Uns standen immer alle Türen offen, auch bei den Studierenden.“ So war eine Umfrage zur Zufriedenheit der Studierenden mit den Digitalisierungsprozessen an der SRH Hochschule Heidelberg Teil ihrer Aufgabe.

Umfrage unter Studierenden der SRH Hochschule Heidelberg

481 Studierende nahmen an der Umfrage teil. Hier einige Kommentare: „Die Umstellung auf das Corona-Semester zu Beginn der Pandemie verlief sehr gut und flüssig.“ „Ein Drittel der Befragten fühlte sich während des Online-Semesters allein gelassen.“ „Die Lehrenden antworteten immer, meistens zügig, auch spät abends.“ „Ich kann mir immer und überall die Vorlesungen digital anschauen.“ „Es wäre schön, wenn wir ein Tool nutzen könnten für alle Nachrichten und wir nicht noch auf fünf weiteren Kanälen unterwegs sein müssen.“ 58 Prozent der Studierenden wünschen sich die Integration von Blended Learning, die didaktisch sinnvolle Kombination von Präsenz- und Online-Lehre. „Die optimale Integration von Blended Learning in die Hochschullehre ist das Ziel“, hält Alina fest.

Zukunftsvisionen

„An all diesen Themen arbeiten wir“, sagt Prof. Dr. Carsten Diener, Rektor der SRH Hochschule Heidelberg. „Gemeinsam mit den SDTA, unseren Mitarbeitenden und der strategischen Perspektive der Hochschulleitung, begleitet durch eine professionelle Peer-to-Peer-Strategieberatung des Hochschulforums Digitalisierung glauben wir, dass wir in Zukunft noch besser werden, um den optimalen Mix aus digitalen und Präsenzformaten etablieren zu können.“ Auch nach Corona sollen die Präsenzveranstaltungen mit didaktisch sinnvollen Online-Formaten angereichert werden. Schließlich eignen sich die Studierenden dadurch auch wichtige Future Skills an. Zugleich erhalten die Präsenzphasen eine neue Wertigkeit.

„Die Hochschule bleibt ein Ort der Begegnung“, resümiert Diener. Er ruft Lehrende, Studierende und Mitarbeitende dazu auf, immer im regen Austausch zu bleiben und die Herausforderungen gemeinsam zu meistern: „Der Dialog ist bei all diesen Themen der wichtigste Faktor.“

Die beiden SDTA werden hier auch künftig wertvolle Impulse liefern. Auf dem Plan für 2022 stehen unter anderem eine Zukunftswerkstatt, die Aktivität als Digital Changemaker des HFD und eine erneute Online-Befragung unter den Studierenden, um Veränderungen nachvollziehen zu können.