Das weiß doch jeder: Am 26. September ist Bundestagswahl. Was aber viele noch nicht wissen ist, wen sie wählen sollen. Unsere MuK-Studentin Lara Schneider-Fresenius gibt Tipps für die Qual der Wahl und hat dazu mit einem unserer Studenten gesprochen, der sich selbst zur Wahl stellt.

Es gibt viel zu tun in Deutschland. Entscheidungen in Sachen Klima, Digitalisierung und soziale Gerechtigkeit stehen an. Deshalb bestimmen diese Themen auch den Wahlkampf rund um die Bundestagswahl am  26. September 2021. Betroffen von diesen Entscheidungen sind vor allem wir: die Generation der Jung- und Erstwähler.

Denn es geht um Zukunftsfragen: Wann wird Deutschland klimaneutral? Wie wird sich die Arbeitswelt und unser Bildungssystem entwickeln? Bekomme ich später eine gute Rente? Wie gehen wir mit künftigen Pandemien um?

Diese Fragen lassen sich nur als Gesellschaft lösen und müssen dann auf der politischen Ebene umgesetzt werden.

Hilfe durch den Wahl-O-Mat…

Damit du auch in deinem Sinne mitbestimmen kannst, ist es wichtig, sich vorher ausreichend über die einzelnen Parteien und Kandidaten sowie deren Wahlprogramme zu informieren. Doch das ist manchmal gar nicht so einfach. Um herauszufinden, welcher Kandidat oder welche Partei sich für was einsetzen möchte, müsste man eigentlich die Wahlprogramme aller Parteien und Kandidaten lesen und sie dann miteinander vergleichen. Doch mal ehrlich: Wer macht das schon? Falls es dir da auch so geht, hilft dir vielleicht der sogenannte Wahl-O-Mat. Dieser befragt dich bei unterschiedlichen wahlkampfrelevanten Themen nach deiner Meinung. Auf Grundlage deiner Positionen ermittelt er dann, welche Partei deine Ansichten laut ihrem Wahlprogramm am besten vertritt. So verschaffst du dir schon mal einen groben Überblick. Vielleicht bekommst du so auch heraus, welche Themen dir für deine Wahl Entscheidung besonders wichtig sind und kannst dich näher mit ihnen auseinandersetzen, um eine endgültige Wahlentscheidung zu treffen.

… oder bei der Bundeszentrale für politische Bildung

Außerdem solltest du dir auch überlegen, wie du wählen möchtest: per Briefwahl oder im Wahllokal. Falls du am 26. September keine Zeit hast, kannst du trotzdem deine Stimme abgeben. Denn du kannst Briefwahl beantragen und ganz bequem zu Hause dein Kreuz machen. Informationen zum Wahlablauf, zur Briefwahl und zu den einzelnen Spitzenkandidaten findest du bei der Bundeszentrale für politische Bildung, hier gibt es einen ganzen Themenblock zur Bundestagswahl 2021.

Student will in den Bundestag

Neben der Frage, welche Partei die eigenen Interessen am besten vertritt, beschäftigt viele junge Menschen noch ein weiteres Thema: Die Gruppe der unter 30-Jährigen ist im aktuellen Deutschen Bundestag extrem unterrepräsentiert. Viele befürchten deshalb, von der Politik übersehen und vergessen zu werden. Diese Bedenken teilt auch der 23-jährige Jonas Fritsch. Er studiert an der SRH Hochschule Heidelberg „International Management and Leadership“ und steht kurz vor dem Abschluss seines Masterstudiums. Für die Zeit nach seinem Abschluss hat er schon genaue Pläne: Er möchte in die Politik. Deshalb tritt er bei dieser Bundestagswahl in seinem Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen als parteiloser Direktkandidat an. Sein Ziel: Der Einzug in den Bundestag.

Gelingen kann ihm das über die sogenannte Erststimme.  Die Wählerinnen und Wähler können mit dieser Stimme entscheiden, welcher Kandidat die eigene Region im Bundestag vertreten soll. Mit seiner Kandidatur will Jonas genau das tun: seine Heimat vertreten, Menschen von seinen Argumenten überzeugen und die Zukunft aktiv mitgestalten.

„Diese Erfahrung kann mir keiner nehmen“

Um diesen Traum verwirklichen zu können, investiert er gerade in den letzten Wochen vor der Wahl extrem viel Zeit in den Wahlkampf. Da er diesen selbst organisiert und nebenbei seine Masterarbeit abgibt, hat er aktuell eine Art Vollzeitjob. Doch gerade der Kontakt mit Menschen und das positive Feedback treiben ihn an. Für ihn ist klar: „Es sind vor allem persönliche Erfahrungen, die ich da mitnehme, und falls es klappt, ist es natürlich optimal. Aber falls es nicht klappt, habe ich auf jeden Fall was dazugelernt und das kann mir keiner nehmen.“ Er findet es wichtig, sich politisch zu engagieren und für unsere Zukunft einzusetzen.

Wenn du auch den Drang verspürst, dass sich etwas ändern muss und du unserer Generation eine Stimme verleihen möchtest, solltest du unbedingt am 26. September dein Votum abgeben. Denn du hast die Wahl!

Verlinkungen zum Wahl-O-Mat und zum Themenblock der Bundeszentrale für politische Bildung:

https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2021/app/main_app.html

https://www.bpb.de/politik/wahlen/bundestagswahlen/