Im Interview berichtet er über seine Karriere, die an der Hochschule als Student begann, seine Erfahrungen zum Thema New Work und was wir von anderen SRH Hochschulen lernen können.
Herr Thöny, Sie sind nun Geschäftsführer der SRH Hochschule Heidelberg, herzlichen Glückwunsch! Vom Student zum Geschäftsführer – eine Bilderbuchkarriere?
Ich glaube, die Bewertung steht noch nicht an. Erstmal müssen wir gemeinsam unsere Ziele erreichen. Aber ich bekomme natürlich auch gespiegelt, dass das nicht so alltäglich ist und für diese Chance bin ich der SRH sehr dankbar.

Was war in Studienzeiten Ihr Traumberuf? Wann haben Sie entschieden, dass die SRH nach dem Studium Ihr „Zuhause“ bleibt?
Ich wollte immer etwas im Bereich Beratung und Markforschung machen und konnte das während des Studiums gut realisieren. Es waren sogar diese Aktivitäten, die mich erst an die SRH als Mitarbeiter gebracht haben – über ein gemeinsames Projekt mit Herrn Prof. Dr. Crisand. So richtig entschieden habe ich das mit dem „Zuhause“ nicht, tatsächlich habe ich immer gedacht, hier bleibst du nur ein paar Jahre. Aber ich hatte dann zur richtigen Zeit immer die Perspektive, mich in neue Themenfelder in der SRH einzuarbeiten und so gehen die SRH und ich jetzt schon etwas länger als ich es erwartet hatte einen gemeinsamen Weg. Und ich freue mich über diese neue Weggabelung! Diese Chancen sind etwas, was die SRH als Ganzes ausmacht.

Wie hat Sie Ihr Studium auf Ihre heutige Position vorbereitet, was haben Sie daraus mitgenommen?
Ich würde sagen, dass mich besonders die Teile im Studium vorbereitet haben, in denen ich eigenverantwortlich und aktiv die Dinge vorantreiben musste. Das waren auch schon damals einige und ich bin froh, dass jetzt durch das CORE-Prinzip auf diesen Punkten ein noch stärkerer Fokus liegt.

Seit 2016 waren Sie an der Higher Education für die strategische Entwicklung an den SRH Hochschulen zuständig. Inwieweit können Sie diese Erfahrung für die Geschäftsführung einsetzen?
Aus der SRH Higher Education nehme ich sicherlich das Thema New Work mit und wie man sich dieser Arbeitsweise auch im positiven Sinne aktiv stellt. Wir haben viel darüber gelernt, wie wir Räume aufbauen müssen, um unterschiedliche Arbeiten besser zu bewerkstelligen. Es hat dann auch den großen Vorteil, dass eine proaktive Art der Kommunikation entsteht und man von vielen Themen was mit bekommt. Es kam fast nie vor, dass wir alle zur gleichen Zeit vor Ort gearbeitet haben, dadurch muss man natürlich viel über Rollen und Verantwortung reden. Auch das Thema Change Management hat mich dort ständig begleitet und ich konnte damit viele Erfahrungen sammeln. Es lohnt auch der Blick in die Anderen SRH Bereiche, denn was in den Kliniken und Bildungseinrichtungen geleistet wird, bekommen wir oft nicht mit und bietet uns aber exzellente Möglichkeiten voneinander zu lernen.

Was hat Sie an den Aufgaben der Geschäftsführung besonders gereizt?
Ich bin bestimmt einer der größten Fans dieser Hochschule und ich finde das, was dort geleistet wird, schon immer klasse. Als private Hochschule sind wir auch aufgrund unseres Campus aus der Heidelberger Bildungslandschaft kaum wegzudenken und bilden zwischen Universität und Pädagogischer Hochschule eine Institution, die Dinge in mutiger Art und Weise anders macht. Jetzt gemeinsam mit Prof. Dr. Carsten Diener und dem gesamten Team der Hochschule diese Positionierung voranzutreiben und zu festigen, ist natürlich eine tolle Chance.

Werden Sie als Geschäftsführer auch mit den Studierenden zu tun haben?
Ich habe immer mal wieder einen Lehrauftrag an der Hochschule gehabt. Vielleicht komme ich ja auch noch künftig dazu. Darüber hinaus weiß ich natürlich selbst, was es heißt, an einer privaten Hochschule zu studieren, und deshalb möchte ich auch die Belange der Studierenden sehr ernst nehmen. Das gilt im Prinzip auch für die Alumni, die uns und unseren Studierenden an vielen Stellen mit ihrer Erfahrung helfen können.

Wie entspannen Sie sich am liebsten? Vielleicht auch gerade in Corona-Zeiten?
Ich fahre gern Mountainbike und höre unheimlich viel Musik. Das funktioniert auch in Corona-Zeiten ganz gut.