Svenja Haußner aus der Fakultät für Angewandte Psychologie spricht am 30.01. um 17 Uhr, in der MPS3, E.36a, über kriminalitätsbezogene Einstellungen im internationalen Vergleich.

Dem Vortrag liegt eine kulturvergleichende Studie zugrunde, welche Prof. Dr. Niels Habermann und Svenja Haußner in Kooperation mit der kriminologischen Fakultät der Universität Heidelberg und unserer Partnerhochschule Polotsk State University (Republik Belarus) durchführen. „Mit einem Fragebogen, welcher in verschiedene Sprachen (z.B. Russisch, Türkisch, Farsi) übersetzt wurde, haben wir bis dato in Deutschland, der Republik Belarus, der Ukraine, der Türkei und Zypern Studierende (hauptsächlich Psychologie und Rechtswissenschaften) befragt“, berichtet Haußner. Der Fragebogen erfasst kriminalitätsbezogene Einstellungen: Wie stehen die Studierenden zu langen Haftstrafen oder der Todesstrafe zur Bestrafung von kriminellem Verhalten? Sprechen sie sich für oder gegen eine psychotherapeutische Behandlung von Straftätern/-innen aus? Glauben sie, dass lediglich Bestrafung hilft, Kriminalität zu bekämpfen? Wie groß ist ihre Angst, selbst Opfer einer Straftat zu werden? Wie beurteilen sie die staatlichen Maßnahmen zur Prävention von und den Umgang mit Kriminalität? Im Rahmen des Vortrages stellt Haußner die Ergebnisse des Ländervergleichs vor und geht auf Unterschiede zwischen den Nationen ein.

In einem Ausblick schildert sie, wie in Zukunft  Daten im Iran erhoben sowie bereits vorliegende Daten aus Russland ausgewertet werden. Auch die Auswirkung einer strafrechtlichen Ausbildung auf kriminalitätsbezogene Einstellungen sollen untersucht werden (z.B. bei Studierenden der Rechtswissenschaften oder Polizeianwärter/-innen).