Auf der Suche nach frischen Ideen wendete sich das Unternehmen Bihl+Widemann aus Mannheim an die SRH Hochschule Heidelberg: In einem Wettbewerb sollten die Studierenden der Architektur und des Immobilien und Facility Management die Revitalisierung eines leerstehenden ehemaligen Möbelhauses planen. Herausgekommen sind acht spannende Entwürfe.

Das Gewinner-Team des Wettbewerbs präsentiert seine Entwürfe für das neue Bürogebäude von Bihl+Wiedemann.

Bihl+Wiedemann entwickelt und fertigt komplette Automatisierungslösungen. 1992 gegründet, hat das Unternehmen inzwischen mehr als 170 Mitarbeiter*innen und expandiert. So steht demnächst der Umbau des angrenzenden ehemaligen Möbelhauses in ein innovatives Bürogebäude an. „Wir waren auf der Suche nach frischen und unvoreingenommenen Ideen“, erzählt Geschäftsführer Bernhard Wiedemann. Die hat das Unternehmen in der School of Engineering and Architecture gefunden. Für die besten Entwürfe gab es 300, 500 und 1.000 Euro Preisgeld.

Das Doppelmodul 20/21 unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Meysenburg fand Corona-bedingt komplett digital statt – bis auf die Abschlussveranstaltung, bei der die Studierenden ihre Ergebnisse vorstellen. Thomas Müller, Frank Magin und Bernhard Wiedemann übergaben die Preise feierlich in diesem Rahmen. In interdisziplinären Teams von drei bis vier Personen erarbeiteten die Studierenden eine neue Nutzung für das Bestandsgebäude.

Die drei Gewinner-Teams des Wettbewerbs von Bihl+Wiedemann

Zeichnungen, Nutzungskonzepte, Zielgruppe, rechtliche Bedingungen, Kosten, Technik – jede*r Student*in hatte wichtige Aufgaben in diesem Team. „Es hat eigentlich alles sehr schnell geklappt. Wir haben uns in MS Teams zu Brainstormings und zu Besprechungen getroffen. Das war auf dem digitalen Weg natürlich auch viel kurzfristiger und flexibler möglich“, berichtet Architektur-Student Dominik-Jeffrey Kedra. Dennoch sei es schön, sich bei der Abschlusspräsentation mal wieder in 3D zu sehen. Immer wieder hatten die Gruppen auch Besprechungen mit Prof. Meysenburg, um zu sichern, dass keine*r in die falsche Richtung läuft. „Es war eine praxisnahe, anspruchsvolle Aufgabe“, gibt Meysenburg zu. „Aber alle Seiten haben davon profitiert.“ So bedankt sich auch Wiedemann: „Wir haben viel gelernt und mitgenommen!“