Dominik Bolz studiert im 2. Semester Soziale Arbeit an der SRH Hochschule Heidelberg. Durch eine Rückenmarksverletzung (von Geburt an) sitzt er im Rollstuhl. Das hat ihn aber nicht davon abgehalten studieren zu gehen. Im Interview mit Sophie Schmitt, Studentin des Medien- und Kommunikationsmanagements, erzählt der 25-Jährige, wie er seine Professoren findet und dass er gerne Metal hört .

Warum hast du dich für den Studiengang „Soziale Arbeit B.A.“ an der SRH Hochschule Heidelberg entschieden?

„Ich war sieben Jahre auf einem Internat in Neckargemünd. Dort hatte ich als Profilfach Pädagogik & Psychologie. Da mir die Fächer gefallen haben, wollte ich unbedingt in die soziale Richtung gehen. Als ich einen Infotag an der SRH Hochschule besuchte, stand für mich fest, dass der Studiengang zu mir passt. Zudem war ich von dem Gesamtangebot der SRH begeistert. Vor allem finde ich die Möglichkeit auf dem Campus zu wohnen praktisch. Außerdem ist Heidelberg für mich meine zweite Heimat.“

Wie war dein Start an der Hochschule?

„Ich musste mich zuerst einmal an das Fahren gewöhnen. Momentan wohne ich noch in Landau und pendle nach Heidelberg. Im Januar werde ich endlich in die Maria-Probst-Straße ziehen und habe keine langen Wege mehr. Aber ansonsten fand ich den Studienstart gut. Eine ehemalige Klassenkameradin ist auch in meinem Kurs, insofern kannte ich schon jemanden. Man hat schnell neue Kontakte geknüpft und obwohl ich der einzige mit einer `Einschränkung´ bin, werde ich nicht anders behandelt. Das schätze ich sehr.Darüber hinaus macht mir mein Studium Spaß.“

Wie findest du deine Professoren und Dozenten?

„Zu meinen Professoren und Dozenten habe ich ein gutes Verhältnis. Sie halten mir sogar immer die Tür auf.“ Er lacht. „Ich würde sogar behaupten, dass wir im Kurs auch eher ein familiäres Verhältnis haben. Wir sind nur 13 Leute. Man kann einfach mehr Fragen stellen und wird somit mehr gefördert.“

Weißt du schon, was du danach machen möchtest?

„Ich möchte danach auf jeden Fall meinen Master hier an der SRH machen. Später einmal will ich entweder mit Flüchtlingen arbeiten oder aber mit Leuten, die auch eine Behinderung haben wie ich. Mir ist es wichtig anderen Menschen zu helfen und so einen positiven Einfluss auf das Leben anderer zu haben.

Was machst du in deiner Freizeit?

„Ich arbeite nebenbei im Förderzentrum der Caritas in Landau. Dort bin ich im Familien entlastenden Dienst tätig (FED). Wir bieten unterschiedliche Veranstaltungen für Kinder & Jugendliche an. Beispielsweise haben wir letzte Woche gemeinsam gebacken. Ich engagiere mich auch in der Fachschaft für Soziale Arbeit, wo wir regelmäßig Veranstaltungen oder Aktionen organisieren. Darüber hinaus bin ich leidenschaftlicher Festivalgänger. Ich höre sehr gerne Metal, zeichne gerne und bin kreativ.“

Hast du sonst noch Tipps für Leute, die hier studieren möchten?

„Bewerbt euch rechtzeitig und kümmert euch um Praktika! An Leute mit Handicap: Seid offen und geht auf die anderen zu! Nichts anderes habe ich auch getan“.