Daniel Krupka, Mitarbeiter an der Fakultät Sozial- und Rechtswissenschaften, lernte seine türkische Frau Semra in Schweden kennen.

Mai 2012: Daniel Krupka, Referent der Fakultätsleitung der Sozial- und Rechtswissenschaften, reist im Rahmen eines ERASMUS-Austauschprogramms zur Staff Week nach Linköping (Schweden). Mit dabei sind 30 ihm noch völlig fremde Teilnehmer – und eine kommt einen Tick zu spät. Was der 39-Jährige in dem Moment noch nicht weiß: Es ist Semra, seine Zukünftige.

Sie setzt sich auf den letzten Platz neben ihn – der Anfang einer langen Geschichte. „Jeder musste seinen Sitznachbarn vorstellen, und so haben wir uns gleich ganz gut kennen gelernt“, erzählt Krupka. Semra kommt aus Adana in der Türkei und arbeitet im International Office an der Çukurova University. Die beiden initiieren eine Hochschulpartnerschaft und besuchen sich immer öfter. Schließlich bittet Daniels Mutter für ihren Sohn Semras Eltern ganz traditionell um die Hand ihrer Tochter. Mit versalzenem Kaffee willigen diese nach alter Tradition ein. „Die kulturellen und sprachlichen Unterschiede konnten uns nicht abhalten“, sagt Krupka. „Im Gegenteil – diese Eigenheiten machen unser Leben besonders interessant!“

2.500 Kilometer Luftlinie trennen sie, der bürokratische Aufwand kostet viele Nerven, doch sie überwinden alle Hindernisse. 2013 verlobt sich das Paar und im Juli 2016 feiern sie mit 400 Gästen ihre Hochzeit in der Türkei. Ausgerechnet an diesem Abend putscht das Militär in Istanbul, doch die Hochzeitsgesellschaft lässt sich die Stimmung nicht verderben. „Es war der schönste Tag in meinem Leben!“, so Krupka.