Master-Studierende des Studiengangs Internationales Management und Entrepreneurship an der SRH Hochschule Heidelberg analysierten die Wahrnehmung regionaler Biermarken.

Die Biergärten trotzen Corona, und die Saison endet noch lange nicht. Angesichts der immer noch warmen Wetterlage, der ausfallenden Oktoberfeste und der Zulassung der erweiterten Außenbewirtschaftung der Gastronomie spielen regionale und lokale Biermarken in diesem Jahr mit der Besinnung auf die Heimat vielleicht eine besonders große Rolle. So passt es, dass Studierende der SRH Hochschule Heidelberg nun zum dritten Mal untersucht haben, wie die Unterschiede der regionalen Biermarken wahrgenommen werden.

Prof. Dr. Benedikt Römmelt

Wurde im Heidelberger Bieratlas 2018 die Wahrnehmung des Geschmacks lokaler Biermarken gemessen, so konnte die Studie 2019 zeigen, dass sich die Geschmacksbewertung der meisten Biere im Blindversuch nicht signifikant unterscheidet. Nun stellten die Studierenden die Kriterien der Markenwahrnehmung auf den Prüfstand: Regionalität, Flaschenfarbe, Verschluss, Flaschendesign, Etiketten und Geschmack sind alles Kriterien, die auf die Markenwahrnehmung einzahlen. „Die Marken Heidelberger und Eichbaum werden als regionale Marken wahrgenommen, konnten aber im Design nicht überzeugen“, berichtet Prof. Dr. Benedikt Römmelt, der die Studie geleitet hat. Klosterhof und Vetter als lokale Biermarken werden geschmacklich positiv, im Design aber eher als altmodisch wahrgenommen. Die Probanden mussten auch ihre Idealmarke beschreiben und bewerten. Welde kam der Vorstellung des idealen Bieres am nächsten: „Der Geschmack des Bieres und das Design sind besonders wichtig. Die Brauerei aus Plankstadt hat also aus Markensicht alles richtig gemacht!“, lobt Römmelt. Hinsichtlich der Geschlechter und der Altersgruppen wurden in der Studie keine nennenswerten Unterschiede beobachtet.

Die Studierenden erstellten die Studie im Rahmen des Moduls „Business Research Methods“. Gemäß des an der SRH Hochschule Heidelberg praktizierten Studienmodells CORE (Competence Oriented Research and Education) erwerben die Studierenden hier Kompetenzen in wissenschaftlichen Forschungsmethoden. Praxisorientierung und -relevanz sind besonders bedeutsam.

Aus dem Heidelberger Bieratlas 2018 ist die Verteilung der Heidelberger Biertrinker nach Altersguppen und Geschlecht bekannt: 78 Prozent der Heidelberger trinken zumindest gelegentlich Bier (89 Prozent der Männer, 68 Prozent der Frauen). Die Alters- und Geschlechtsverteilung in der Stichprobe aus 42 Heidelberger Biertrinkerinnen und -trinkern (18 Frauen, 24 Männer) weicht nicht signifikant von der Grundgesamtheit ab. Die Stichprobe kann damit als repräsentativ hinsichtlich Alter und Geschlecht angesehen werden.

Die detaillierten Ergebnisse des Heidelberger Bieratlas 2020 befinden sich unter www.hochschule-heidelberg.de/heidelberger-bieratlas.