Am 01. November 2019 ist in Heidelberg das Projekt GUIDE4YOU unter der Koordination des Amts für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg in Kooperation mit dem Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin und der Klinik für Allgemeine Psychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg sowie der Fakultät für Angewandte Psychologie der SRH Hochschule Heidelberg gestartet. Das zweijährige Projekt wird durch das Programm Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft (2014-2020) von der Europäischen Union kofinanziert.

Ziel des Projektes „GUIDE4YOU“ ist es, von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen besonders in der Akutphase nach einem Übergriff den Zugang zu Hilfe zu erleichtern und sie individuell durch die einzelnen Stellen des Hilfesystems zu begleiten. Hierzu ist der Aufbau eines örtlichen Lotsensystems mit persönlichen Ansprechpartnerinnen geplant.

Individuelle und schnelle Unterstützung für Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind: Als Projektpartner übernimmt die SRH Hochschule Heidelberg die wissenschaftliche Begleitevaluation, wie Prof. Dr. Niels Habermann von der Fakultät für Angewandte Psychologie berichtet:

 

„Unser Part ist unter anderen die Entwicklung eines Online-Fragebogens zur möglichst exakten Erfassung des tatsächlichen Ausmaßes der häuslichen Gewalt an Frauen in der Heidelberger Region und es geht um die Frage, ob und wie existierende Unterstützungsangebote in Anspruch genommen werden.“

Die Pilotphase des örtlichen Lotsensystem wird durch fortlaufende Datenerhebungen zu Evaluationszwecken durch die Wissenschaftler der SRH Hochschule Heidelberg begleitet und so Anpassungen bzw. Verbesserungen im Sinne des Opferschutzes ermöglicht.

Nach Beendigung des zweijährigen Modellprojekts soll es auf vergleichbare Kommunen innerhalb Deutschlands und der EU ausgeweitet werden. Das Projekt ist vor dem Hintergrund des Beitritts Deutschlands zur Istanbul-Konvention 2018 – einem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt – bei der EU beantragt worden.

Dieses Projekt wird durch das Programm Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft (2014-2020) von der Europäischen Union kofinanziert.

 

 

 

 

14. November 2019 Janna von Greiffenstern Pressereferentin