Erstsemester-Studierende des Master-Studiengangs Applied Computer Science haben im Rahmen ihrer Lehrveranstaltung „International Project Management“ Konzepte für die Entwicklung einer mobilen Lernplattform für Kinder mit Hörschädigung entwickelt. Wir haben uns kurz in die Prüfung geschlichen…

Erstsemester-Studierende des Master-Studiengangs Applied Computer Science haben im Rahmen ihrer ersten Lehrveranstaltung „International Project Management“ Planungskonzepte für die Entwicklung einer mobilen Lernplattform für Kinder mit Hörschädigung entwickelt. Zur Veranschaulichung haben die Studierenden unterschiedliche Lernspielszenarien konzipiert, die Kindern in ihrer Hör- und Sprachentwicklung unterstützen.

Wie gackert ein Huhn? Wie meckert eine Ziege? Menschen, die erst hören lernen, können das auf Grund fehlender Hörerfahrung noch nicht wissen. Um gehörlose oder schwerhörige Kinder zwischen 4 und 6 Jahren zu unterstützen, die mit einem Cochlea-Implantat oder einem Hörgerät das Hören lernen, haben Studierende des Master-Studiengangs Applied Computer Science in ihrem ersten Modul des Studiums Templates entwickelt, die in eine App für das Staatliche Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum Luise von Baden (SBBZ) in Heidelberg / Neckargemünd integriert werden sollen. Eine Prüfung der besonders CORE-igen Art: eine große Prise Praxis, ein Kilo Kreativität, eine Tonne Teamwork, das Ganze noch hybrid und mit Studierenden aus Indien, Deutschland, Dänemark und Ägypten durch und durch international!

Sonderpreis bei der Ferry Porsche Challenge

Ein Schwenk zurück: Das SBBZ Luise von Baden in Heidelberg und Neckargemünd hat in diesem Frühjahr an der teilgenommen. Grundlage war die in der Kooperation mit der SRH entwickelte Projektidee einer Hör-Lernspiel-Plattform, die Niveditha Ramanujan, Master-Studentin von Prof. Dr. Gerd Moeckel, auf der Moodle Lernplattform in Form eines Prototyps realisiert hat. Mit dieser Idee, dem Projekt „Luise lauscht“, erhielt das SBBZ den Sonderpreis der Ferry Porsche Challenge. Nun, im nächsten Schritt, war es Auftrag für den Kurs von Moeckel und seinem Kollegen Gabor Kovacs von der SRH Hochschule Berlin, Konzepte für eine Lernplattform mit Spieletemplates wie ein Quiz oder ein Memory zu entwickeln. Dazu holte Moeckel sich noch weitere Expertise ins Haus: Dr. Michael Nürnberg, Vice President der SAP University Alliances. So gaben in der Abschlussprüfung des Moduls auch externe Praktiker ihr Feedback zu den Präsentationen der Studierenden. „Es ist eben ein real life-Projekt“, sagte Noëlle Soerensen, die Direktorin des SBBZ Luise von Baden zur Einführung.

Die Perspektive der Kinder berücksichtigt

Aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen waren 60 Prozent der Kursteilnehmenden online dabei. „Ich freue mich sehr darüber und nutze daher alle Möglichkeiten der digitalen Präsenz-Lehre, um mit beiden Gruppen arbeiten zu können – dies wird übrigens auch die Zukunft in Unternehmen sein“, weiß Prof. Moeckel.

„Mitarbeitende der Zukunft müssen alle Möglichkeiten der Kommunikation nutzen und beurteilen können, wann welche Medien und Technologien für welchen Zweck eingesetzt werden können.“
Prof. Dr. Gerd Moeckel, Studiengangsleiter Applied Computer Science (M.Sc.)

Also ging es los, die Studenten Emil und Julian starteten mit ihrer Präsentation: In ihrem Quiz zeigen sie zum Beispiel das Bild von einer Ziege. Die Kinder müssen nun aus drei Audio-Files den richtigen Ton wählen. „Uns war es wichtig, die Perspektive der Kinder dabei zu berücksichtigen“, erklären die beiden Studenten. Das nächste Team, zwei Studierende sind online dazu geschaltet, der dritte live vor Ort, hat ein Memory-Template entworfen. Auf dem Bildschirm erscheinen Karten mit Bildern, zu denen die Kinder den passenden Sound auswählen müssen. Das nächste Team wiederum hat Objekten in einem Raum Geräusche zugeordnet, die die Kinder finden müssen – klapperndes Küchenbesteck etwa oder einen laufenden Wasserhahn. So sind die kleinen Spiele aller acht Teams passend auf die Kinder, ihre Welt und ihre Bedürfnisse zugeschnitten.

„Immense Chancen und Möglichkeiten“

Noëlle Soerensen erlebt die Kooperation mit der SRH Hochschule Heidelberg somit als „sehr spannend und hilfreich. Expertinnen und Experten zweier gänzlich unterschiedlicher Fachdisziplinen durchlaufen gemeinsam ein Projekt, bereichern und begeistern sich gegenseitig: Studierende arbeiten an Aufgaben mit Anwendungsbezug, Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf können künftig von den erarbeiteten Ideen zur Umsetzung profitieren. Die immensen Chancen und Möglichkeiten des interdisziplinären Projekts `Luise lauscht´ liegen auf der Hand und wir sind gespannt auf den weiteren Verlauf.“

„Die immensen Chancen und Möglichkeiten des interdisziplinären Projekts `Luise lauscht´ liegen auf der Hand und wir sind gespannt auf den weiteren Verlauf.“

Noëlle Soerensen, Direktorin des SBBZ Luise von Baden

„Hohes Level an Kreativität und Kommunikationsskills”

Auch Dr. Michael Nürnberg schätzt die Zusammenarbeit mit der Hochschule sehr. Seit mehreren Jahren begutachtet er die finalen Präsentationen des Kurses International Project Management, die von Herrn Prof. Moeckel geleitet werden. The University is a very close partner and long term member within the SAP University Alliances program. The University is a very close partner and long term member within the SAP University Alliances program. The University is a very close partner and long term member within the SAP University Alliances program. „The University is a very close partner and long term member within the SAP University Alliances program.“

„The student teams always demonstrate a high level of creativity and communication skills capabilities, especially important in these times.“

Dr. Michael Nürnberg, Vice President der SAP University Alliances

„The projects presented in November 2021 were outstanding, as a real life challenge from a real `customer´ was supported from various angles – this shall become the new normal for the future IPM projects!“, so Dr. Nürnberg.

Die von den Studierenden erstellten Planungskonzepte mit den präsentierten anschaulichen Beispielen sollen dann in den folgenden Lernveranstaltungen unter den jeweiligen Aspekten („SW Architectur and Development“, „Usability and User Experience Design“, „IT-Security“, etc.) wieder aufgegriffen und konkretisiert werden.

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