Corona hat den ganzen Hochschulalltag umgekrempelt. Wie die Studierenden die Ausnahmesituation an der SRH Hochschule Heidelberg erleben, von Online-Vorlesungen bis hin zur digitalen Prüfung – Wir-Online-Redakteurin Jana Ladwig berichtet in einer kleinen Serie, heute über den Wirtschaftsrecht-Student Ersin – und seinen Hund.

Ein Studium von zuhause aus kann viele Herausforderungen bergen, das merken wir gerade alle. Auch der Wirtschaftsrecht-Student Ersin Aydin hat zu kämpfen. Ihm fehlt der persönliche Kontakt zu Dozenten und Kommilitonen sehr. „Mir persönlich fällt es schwerer, konzentriert bei der Sache zu bleiben“, erzählt er. Wie alle Studierenden der SRH Hochschule Heidelberg hat auch Ersin Online-Vorlesungen über Microsoft-Teams. Im sechsten Semester beschäftigt er sich gerade mit dem Modul Strategisches Management.

Um seinen Alltag trotz dem „Social Distancing“ zu strukturieren, hat sich der Student vorgenommen, auch an Tagen ohne Vorlesungen maximal bis acht Uhr zu schlafen. Um sich auf die Vorlesungen besser konzentrieren zu können, gönnt er sich bewusst Phasen, in denen er entspannt. So hilft es Ersin zwischendurch auch mal ein Buch zu lesen, sich in der Küche auszuprobieren oder Sport zu machen, um auf andere Gedanken zu kommen.

Sport spielt in seinem Leben eine große Rolle. Normalerweise spielt er Rugby im Heidelberger Ruderclub. Im Moment trainiert die Mannschaft jeden Dienstag und Donnerstag via Videocall. Auch sonst versucht Ersin viel an die frische Luft zu kommen. Da muss seine Hündin Sirin auch manchmal öfter raus, als es ihr lieb ist, wie der Student lachend erzählt.

Vorteile sieht der Ersin trotzdem im Studieren im Home-Office: Man kann sich seinen Lernplatz selbst aussuchen. So hört er sich die Vorlesungen entspannt vom Bett aus an, lernt auf der Couch und der Terrasse oder sucht sich einen ruhigen Fleck in Heidelberg. Durch diese Flexibilität kann er seine Zeit besser einteilen, auch die Anfahrt zur Hochschule fällt natürlich weg.

Welche Lektion der junge Student aus dieser Situation zieht? Definitiv, dass man nicht zu streng mit sich selbst sein sollte. Ihm hilft der Gedanke, dass auch schwere Zeiten Geduld erfordern, die aber nicht einfach vom Himmel fällt.

Für ihn wird das Online-Studium dennoch niemals den wahren Unterricht ersetzen können, viel zu sehr freut er sich darauf, wieder seinen Kommilitonen zu begegnen.