Studierende der Studiengänge Crossmedia Design und Virtual Reality/Filminformatik haben gemeinsam einen Kurzfilm gedreht. „Ahzek“ handelt von einer postapokalyptischen Gesellschaft, die seit Generationen in einem Bunker lebt. Die Studentinnen Johanna Bender und Katharina Schädlich berichten über das Projekt.

 

Einen Film drehen in 10 Wochen mit 0€ Budget und 21 Leuten ohne Erfahrung. Wie soll das funktionieren? Diese Frage stellten wir uns wahrscheinlich alle zu Beginn des Projektes Anfang Januar. Doch nach vielen schlaflosen Nächten und einigen geopferten Wochenenden schaffte es unser Team am Ende, das Ziel zu erreichen und einen 20 minütigen Kurzfilm auf die Beine zu stellen.

Die Idee entstand bereits im ersten Semester innerhalb von 5 Wochen. Mit seinem Drehbuch konnte Erhard Jenei uns schon damals von seiner Filmidee begeistern. Das dystopische Drama „AHZEK“ erzählt von einer postapokalyptischen Gesellschaft, die seit Generationen in einem Bunker lebt und dort von einem fanatischen Priester indoktriniert wird. Ahzek, der Protagonist des Films, zweifelt am Weltbild seiner Mitmenschen und versucht die Wahrheit aufzudecken. Inspiriert ist das Ganze von Platons Höhlengleichnis und bietet ein atmosphärisch dichtes Setting in unterirdischen Anlagen und verlassenen Ruinen, eingebettet in einem Konflikt um Erkenntnisgewinn und Wahrheitssuche.

Von Vorproduktion über Dreh bis Postproduktion war es unsere Aufgabe, Erhards Idee zum Leben zu erwecken. Um dies bestmöglich zu erreichen, teilten wir unser Team anfänglich in vier Departments auf: Produktion, Regie, Marketing & PR und Ausstattung. Jeder Student hatte seine spezifischen Aufgaben. Von Sponsorensuche über Drehbuch verfeinern, Storyboard erstellen, Social Media, den Keller in einen Bunker verwandeln bis zur Schauspielersuche war alles dabei. Vor allem war Jeder von Jedem abhängig, was zu einigen Auseinandersetzungen, aber auch zu einem enormen Teamzusammenhalt führte. Man lernte einige Menschen, aber auch die Filmbranche, auf eine neue Art und Weise kennen.

Viel schneller als erwartet hieß es plötzlich „Ahzek Szene 1 Take 1 und Bitte“ und drei professionelle Schauspieler standen vor unserer Kamera. Schnell wurde uns bewusst wie der Alltag am Filmset eigentlich abläuft und dass es nicht immer einfach ist z.B. bei minus sechs Grad acht Stunden ohne Handyempfang im Nirgendwo zu drehen. Mit unseren Schauspielern (Julian Culemann, Joris Schwarz und Michael Marwitz) konnten wir drei wirklich geduldige, freundliche und aufgeschlossene Teammitglieder gewinnen, die uns noch dazu viele Tipps uns Tricks mit auf den Weg gegeben haben.

Unmittelbar nach der letzten Klappe begann auch schon die Postproduktion mit Filmschnitt, Color Grading und Sound. Hier konnten wir den Komponisten Borna Matosic für unsern Film begeistern und er unterstützt uns mit einem Soundtrack. In diesen zehn Wochen erhielten wir Einblicke in die Filmbranche, die wir jetzt nicht mehr missen wollen und dieses Projekt hat uns auf jeden Fall viel für die Zukunft mit auf den Weg gegeben. Und wir freuen uns wahnsinnig unseren Film bei der Premiere auf der Kinoleinwand zu sehen.

Weitere Informationen zu unserem Team, den Sponsoren und dem Projekt sind auf unseren Social Media Kanälen (Instagram: ahzek_derfilm ; Facebook und YouTube), sowie auf unserer Webseite zu finden.

Text: Johanna Bender und Katharina Schädlich