Corona wirkt an vielen Stellen wie ein Betäubungsmittel auf den Arbeitsmarkt. In der dritten Folge ihrer Serie berichtet Jana Ladwig, welche Unterstützungsmöglichkeiten die SRH Hochschule Heidelberg bei der Jobsuche bietet.

Sandra Reiland-Wilhelm, Leiterin des Career Development Centers an der SRH Hochschule Heidelberg

Die Praktikantenämter haben bereits berichtet, wie schwierig sich die Praktikumssuche in dieser Krisenzeit gestaltet (Praktikumssuche und Praktikum in Corona-Zeiten). Darüber hinaus stellt auch die Suche nach einer langfristigen Beschäftigung momentan eine besondere Herausforderung dar. Das Career Development Center der SRH Hochschule Heidelberg bemüht sich deshalb darum, den Studierenden bestmögliche Unterstützung zu leisten. Dabei erwies sich der digitale Aufschwung durch die Pandemie als eine Chance. Sandra Reiland-Wilhelm, Leiterin des Career Development Centers und verantwortlich für das Studium Generale zögerte zu Beginn der Krise nicht lange. Sie stellte das komplette Angebot auf Online-Veranstaltungen um. Dabei konnte sie vor allem davon profitieren, dass die Umstellung ins Digitale schon zuvor diskutiert wurde und so bereits Kontakt zu entsprechenden Anbietern vorhanden war. „Ich konnte nicht nur ein Format, sondern auch Themen ausprobieren, die bislang nicht im Programm waren“, erzählt Sandra Reiland-Wilhelm. So profitieren die Studierenden beispielsweise von einer Vorbereitung auf Telefon- und Skype-Interviews oder der Vorbereitung aufs Praktikum. Diese nehmen das Angebot auch an, das Studium General verzeichnet höhere Anmelde- und Teilnahmezahlen, als sie offline bisher erreicht wurden. Man könnte darin eine Bestätigung sehen, dass die Studierenden sich in dieser unsicheren Lage besonders nach Orientierung und Unterstützung sehnen.

Digitale Vorstellungsgespräche

Nadine Wildner, Leiterin des Kompetenzcenters Personalentwicklung bei HeidelbergCement

Wie wichtig die Vorbereitung auf digitale Vorstellungsgespräche ist, bestätigt auch Nadine Wildner, Leiterin des Kompetenzcenters Personalentwicklung bei HeidelbergCement. „Corona war auch bei HeidelbergCement ein Beschleuniger für die Digitalisierung bei vielen Prozessen, auch bei der Rekrutierung. Vorstellungsgespräche finden remote per Teams statt, wofür sonst gereist wurde. Wichtig für die Bewerbenden ist, dass sie im Videointerview einen guten Eindruck hinterlassen. Dafür gibt es einige Tipps zu Licht, Blickkontakt, Störfaktoren, Hintergrund usw.. Eine gute Struktur der Selbstpräsentation und Vorbereitung ist sicher noch wichtiger als im persönlichen Gespräch“, erzählt sie.

Jobteaser

Doch die beste Vorbereitung bringt nichts, wenn man kein passendes Stellenangebot findet. „Mittels unserer Datenbank JobTeaser können wir unseren Studierenden ein breites Angebot an Stellenanzeigen im In- und Ausland offerieren“, erklärt Sandra Reiland-Wilhelm. Außerdem soll der Fokus in Zukunft noch stärker auf der Vernetzung zwischen Studierenden und Alumni zum Thema Praktikum und Berufseinstieg liegen. Auch der persönliche Bezug zu den Professor*innen hilft oft: Sie haben Kontakte zu vielen Unternehmen der Region. Eine weitere Möglichkeit zur Vernetzung bietet beispielsweise die Gruppe der SRH Hochschule Heidelberg auf der Online-Plattform LinkedIn. Mehr zu dem Thema, wie LinkedIn für die Jobsuche genutzt werden kann, unter https://wir-online.news/deine-karriere-mit-linkedin.