Im Rahmen des Moduls Gesundheitserziehung und Gesundheitsprävention haben Studierende des Studiengangs Kindheitspädagogik an der SRH Hochschule Heidelberg unter Anleitung von Prof. Dr. Annette Schneider ein Präventionsprojekt zur Suchtprophylaxe an der Vogelstangschule in Mannheim angeboten.

„Kinder stark machen“ ist ein Präventionsprojekt zur Suchtprophylaxe von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Ein umfangreiches Paket an Informationen und Materialien bietet vielfältige Möglichkeiten für Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Die verfolgten Ziele sind eine vorzeitige Prävention bei Kindern und Jugendlichen, um späterem Suchtverhalten vorzubeugen. Zusätzlich sollen das Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen gestärkt werden.

Kurz vor dem Lockdown haben 18 Studierende am 11. März 2020 mit ihren Dozentinnen Prof. Dr. Annette Schneider und Verena Räsener insgesamt acht Stationen zur Suchtprophylaxe angeboten, die von ungefähr 100 Kinder der Vogelstangschule in Mannheim in mehreren Gruppen durchlaufen wurden.

An der Station „Quizduell“ konnten die 6-10-Jährigen vielfältige Fragen rund um die Themen Sucht und Gesundheit beantworten. Bei einer Ernährungsstation wurde den Kindern visualisiert, in welchen Lebensmitteln viel Zucker steckt. Als gesunde Alternative konnten sie selbst einen gesunden Smoothie aus frischem Obst und Gemüse herstellen. „Das schmeckt so lecker und frisch. Wir waren selbst überrascht von dem Geschmack“, so die Studierenden nach dem Ausprobieren der Station.

An der „Alkoholstation“ wurden alltägliche Lebensmittel angeboten. Ziel dieser Station war die Differenzierung der Lebensmittel, da in manchen alltäglichen und für Kinder zugänglichen Lebensmitteln ebenfalls Alkohol enthalten ist. Ein Beispiel hierfür ist Soßenpulver – darin wurde Weißweinpulver verarbeitet. „Ich bin überrascht, dass in diesem Soßenpulver Alkohol verarbeitet wurde. Damit habe ich nicht gerechnet“, zeigt sich eine pädagogische Fachkraft der Schule erstaunt.

Bei einer anderen Station wurde Bezug zur Luftverschmutzung und zum Rauchen genommen. Das Atmen durch Röhrchen mit verschiedenem Durchmesser hat den Kindern das erschwerte Atmen mit einer Raucherlunge aufgezeigt. Die Kinder waren sich über die Folgen des Rauchens bereits bewusst, dennoch waren sie nach dem Versuch über die Einschränkung durch eine Raucherlunge deutlich erschrocken.

In weiteren Stationen wurden Medien und Mediennutzung thematisiert, gesunde Alternativen für das Fernsehschauen angeboten und mit lustigen Bewegungsspielen der Spaß an der körperlichen Aktivität gefördert.