Im Vergleich zu 2010 hat sich die Studierendenzahl verdoppelt, heißt es in einer Pressemitteilung Stifterverbands: „Etwa 244.000 Studierende sind an einer der 106 privaten Hochschulen eingeschrieben. Das heißt, fast jeder elfte Studierende (8,5 Prozent) in Deutschland entscheidet sich dafür. Das liegt vor allem an den praxisnahen und flexiblen Studienformaten. Der hohe Grad an Digitalisierung privater Hochschulen ist ebenfalls ein deutlicher Vorteil gegenüber staatlichen Hochschulen.

Die Ergebnisse der Stifterverbands-Studie verdeutlichen: Anders als vielfach diskutiert, sind private Hochschulen nicht primär für Elite-Studierende interessant.“

„Um das Potenzial der gesamten Hochschullandschaft zu heben, müssen öffentliche wettbewerbliche Förderprogramme künftig auch für private Hochschulen geöffnet werden. Diese müssen sich dann auch intensiv daran beteiligen“, sagt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes. „Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Studie, dass das hohe Maß an Digitalisierung und die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft die Attraktivität privater Hochschulen ausmachen. Diese können flexibler auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes reagieren.“

Die Ergebnisse der aktuellen Stifterverbands-Studie decken sich mit den Erfahrungen von Prof. Carsten Diener, wie er sagt: „Als private Hochschule steht die SRH Hochschule Heidelberg steht für kompetenzorientiertes Lernen mit hohem Praxisbezug. Wir konnten mit Beginn der Corona-Pandemie unsere Studienangebote sehr zügig in digitalen Formaten abbilden und arbeiten gegenwärtig an der Optimierung eines Mix aus Präsenz- und Online-Methoden. D.h. Kompetenzorientierung, Flexibilität, Optimierung und Praxisbezug sind für unsere Hochschule unerlässlich. Unsere Studierenden und deren Zukunftsperspektive im Mittelpunkt unseres Handelns.Dennoch haben private Hochschulen in Deutschland – im Gegensatz etwa zu den USA – traditionsgemäß nicht den Ruf den sie verdienen und das beeinflusst auch das Denken öffentlicher Förderinstitutionen. Ich hoffe, dass diese Studie eine weite Rezeption in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft findet, damit die bestehenden Stereotype abgebaut werden und eine zunehmende Öffnung von Förderprogrammen und Kooperationen für private Hochschulen bewirkt werden kann.“