SRH-Student setzt sich gegen starke Konkurrenz durch.

Im Finale wurde es nochmal richtig spannend: Nach klaren Siegen in den beiden ersten Runden sowie im Poolfinale traf Lukas Grimm bei den Deutschen Karate Hochschulmeisterschaften in Halle auf seinen Nationalmannschaftskollegen Roman Lux aus Nordrhein-Westphalen. Nachdem dieser eine starke, fehlerfreie Kata Sochin – eine bestimmte Form im Karate, die von Kampfrichtern nach Kriterien, wie Sauberkeit, Ausdruck und Athletik mit Punkten bewertet wird – gezeigt hatte, durfte sich Lukas Grimm bei seiner Kate Gojushido keine Schwäche erlauben. Der SRH-Student zeigte Nervenstärke, präsentierte sicher und ausdruckstark. Die Entscheidung der Unparteiischen fiel mit 3:2 verdient für den Bayernkaderathleten aus.

Durch seinen Erfolg hat Lukas Grimm, der seit 2012 Teil der Karate Nationalmannschaft ist, sehr gute Chancen im nächsten Jahr bei der Studenten-Europameisterschaft dabei zu sein. „Darauf freue ich mich schon sehr. Internationale Wettkämpfe auf diesem Niveau sind das Ziel eines jeden Leistungssportlers und es ein ganz besonderes Gefühl ist, sein Land bei solchen Turnieren zu vertreten“, sagt Lukas Grimm.

Seit Oktober 2016 studiert er Physiotherapie an der SRH Hochschule Heidelberg. Dass er etwas sportbezogene studieren möchte, war ihm schnell klar: „Da ich im Training und bei Turnieren viel Kontakt mit Physiotherapeuten hatte, wollte ich diese Richtung einschlagen“, sagt er. Für die Hochschule hat er sich auch wegen des Standorts entschieden. „Heidelberg ist nicht nur eine tolle Stadt für Studenten, sondern liegt für mich sehr günstig, da ich zwischen mehreren Trainern hin und her pendle.“

Für den 20-Jährigen ist es durchaus eine Herausforderung, Sport und Studium unter einen Hut zu bekommen. „Ich musste für das Studium teilweise mein Training etwas einschränken, bzw. umstrukturieren, da die Wege ins Training länger geworden sind. Organisation und Planung sind dabei extrem wichtig“, sagt er. „Zum Glück komme ich mit dem Lernen im Moment noch gut mit und es ist für mich noch nicht mit allzuviel Aufwand verbunden.“