Sie sind Organisationstalente, Geduldgenies und Multitaskingköniginnen: Mit zwei Stimmen von Müttern gratuliert die SRH Hochschule Heidelberg, die als „familiengerechte Hochschule“ zertifiziert ist, zum Muttertag. Studieren und Arbeiten mit Kind – geht alles, bedeutet aber Organisation pur.

Aufgewachsen in Lima, Peru, lernte Iris Cornejo während eines Sozialen Jahres in Nepal 2010 ihren zukünftigen Mann kennen. Zwei Jahre später macht er ihr einen Heiratsantrag. In München beendet sie ihren Bachelor in Architektur und zieht nach Mainz. Dann kommt Florian – ein friedliches Baby, heute sechs Monate alt, immer noch ein Stillkind. Und doch entscheidet sie sich für ein Master-Studium in Architektur. Auch Silke Lehmann, Mitarbeiterin an der SRH Hochschule Heidelberg, steht mit zwei Kindern immer wieder vor der Zerreißprobe.

Müde, aber überzeugt

„Viele Leute haben gesagt, das geht nicht, aber ich wollte das nicht hören und es probieren – es geht bisher super!“, lacht Iris Cornejo. An der SRH Hochschule Heidelberg findet sie durch das flexible Studienmodell, das die Lerninhalte in Fünf-Wochen-Blöcke aufteilt, die ideale Lösung für ihre Familiensituation und startet im April 2019 mit ihrem Studium: „Es ist gut, dass man sich hier auf ein Thema konzentrieren kann. Mit einem Kind ist das einfacher machbar“, erklärt die 35-Jährige. „Manchmal bin ich total müde von den unruhigen Nächten, aber im Großen und Ganzen macht es mir viel Spaß, gleichzeitig zu lernen und auf mein Kind aufzupassen.“

SRH-Studentin Iris Cornejo und ihr Sohn im Eltern-Kind-Zimmer der Hochschule

Das Studentenleben vermisst sie durchaus ein bisschen, eine zusätzliche Herausforderung ist die Pendelei mit dem Zug zwischen Mainz und Heidelberg. An ihren Hochschultagen besucht sie häufig das Eltern-Kind-Zimmer der SRH Hochschule Heidelberg (s. Foto). Hier kann sie in Ruhe Milch abpumpen, während ihr Kind bei ihrem Mann auf sie wartet. Er hat das Glück an diesen Tagen im Homeoffice arbeiten zu können. „Irgendwann wollen wir mehr Kinder. Nach dem Studium.“

Ohne Omas geht gar nichts

Silke Lehmann ist Mitarbeiterin an der SRH Hochschule Heidelberg und für den Einkauf zuständig. Ihre Söhne sind fünf und zweieinhalb Jahre alt, und der Einstieg nach einer mehrmonatigen Elternzeit wurde ihr jeweils leicht gemacht. „Ich habe flexible Arbeitszeiten und kann auch mal im Homeoffice arbeiten, wenn einer der beiden Jungs krank ist“, sagt Lehmann. „Das Anstrengendste sind eigentlich die Mitmütter, die mir manchmal ein schlechtes Gewissen einflößen, weil ich trotz Kindern 25 Stunden in der Woche arbeite. Da braucht man einen gewissen Abprallschutz.“ Schwierig sei außerdem die Betreuungssituation. Für ihren ersten Sohn musste sie die Betreuung über drei Monate lang anders organisieren. „Mit Kindern ist es immer wieder eine Zerreißprobe, und ohne die Omas würde ich gar nichts auf die Reihe kriegen.

P.S. Den Schlüssel zum Eltern-Kind-Zimmer erhält man übrigens im Studierendenservice.