Die private mexikanische Universidad del Valle de Atemajac (UNIVA) ist seit längerem Partnerhochschule der SRH Hochschule. Wie schon einmal gut neun Jahre zuvor stattete ihr Prof. Dr. Elmar Schmidt von der School of Engineering and Architecture Ende Januar 2019 einen einwöchigen Besuch ab. In Gesprächen mit der Internacionalizacion und Ingeniería wurde neben dem Austausch von Studenten auch eine mögliche Doppelgraduierung in Masterstudiengängen erörtert. Am Campus Guadalajara der UNIVA hielt Dr. Schmidt insgesamt fünf Conferencias zur Wirtschaftsmathematik und Physik ab, unter denen man sich doppelstündige Vorlesungen vor 20 bis 45 Hörern vorzustellen hat. Die Veranstaltungen wurden von der Presseabteilung der UNIVA begleitet und ins Intra- bzw. Internet gestellt.

Dr. Elmar Schmidt mit der Leiterin der Ingenieurabteilung der UNIVA, Maria Elena Gonzalez, und Bertha Gloria Arias von der Auslandsabteilung.

Abendstimmung auf dem barrierefreien Campus der UNIVA.

Ein besonderes Erlebnis war die zweieinhalbstündige samstägliche Fahrt ab morgens 6:00 Uhr vom Campus Guadalajara der UNIVA zum Campus Colima vorbei an einem fast 4000 m hohen und häufig noch aktiven Vulkan. Zusammen mit Dr. Schmidt im Kleinbus der Hochschule waren weitere vier Kollegen der UNIVA, die dort Lehrveranstaltungen in Masterkursen zur Organisationsentwicklung abhielten. Dr. Schmidt selber trug dort vor Studenten und Lehrkräften über die Kooperation der SRH Hochschule mit vier chinesischen Universitäten vor. Anschließend wurde er in einem Lokalradio zu diesen und anderen Themen interviewt.

Vorbeifahrt am Volcán de Colima (3820 m).

Während sich Guadalajara mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern als internationale Metropole darstellt, macht das zehnmal kleinere Colima mit seiner fast durchwegs im Kolonialstil gehaltenen Innenstadt einen eher beschaulichen Eindruck. Aufgrund der mit 450 m mehr als dreimal niedrigeren Höhe im Vergleich zu Guadalajara wartete es selbst im Januar mit Mittagstemperaturen von fast 30°C auf.

Ganz anders dagegen die erste Woche seines Aufenthalts. Hier war Dr. Schmidt zum dritten Mal in 13 Monaten mit der Photometrie einer Mondfinsternis beschäftigt, diesmal im 2800 m hoch gelegenen mexikanischen Nationalobservatorium auf der Halbinsel Baja California, einem der weltbesten solchen Standorte. Der Preis dafür sind jedoch Temperaturen bis unter dem Gefrierpunkt. Doch auch hier konnte Dr. Schmidt wertvolle Daten zur Abrundung seiner über elfjährigen Forschungsarbeiten nehmen.

Der total verfinsterte Mond am 20. Jan. 2019 (Aufnahme: Andreas  Möller, Arbeitskreis Meteore e.V., im mexikanischen  Nationalobservatorium San Pedro Mártir, Niederkalifornien)

Auf Einladung des Instituts für Astronomie der Universidad Nacional Autónoma de México hielt er auf deren Campus Ensenada einen Seminarvortrag über seine Arbeiten.

http://www.astrosen.unam.mx/seminarios/

Eine Woche später dann in Guadalajara sprach Dr. Schmidt öffentlich – und auf Spanisch – zum gleichen Thema in der Sociedad de Geografía e Estadística de Jalisco, bei der es sich um die bis auf das Jahr 1833 zurückgehende älteste wissenschaftlich-kulturelle Gesellschaft der beiden Amerikas handelt.

Hier finden Sie ein Video dazu.