Wo MINT drauf steht, muss nicht Mann drin sein: Wir-Online-Redakteurin und SRH-Studentin Thea Konrad erklärt die Faszination der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – kurz: MINT – und stellt eine engagierte Studentin vor: Larissa Mäder, 22, studiert International Business and Engineering an der SRH Hochschule Heidelberg.

Die meisten Studierenden sind Männer, doch auch als Frau kann man sich gut durchschlagen, wie Larissa Mäder erzählt.

Was bedeutet MINT für dich persönlich?

Larissa Mäder hat bereits den Bachelor im Wirtschaftsingenieurwesen abgeschlossen und steckt gerade mitten in ihrem Master of International Business and Engineering. „Ich verstehe unter MINT die Möglichkeit in einem sehr interessanten und innovativen Umfeld mit guten Chancen für das spätere Berufsleben zu agieren. Durch die Kombination aus den vier Facetten werden wichtige Themenfelder abgedeckt“, so Larissa.

Als Frau in einem Männerberuf. Wie sind die Reaktionen?

Die meisten Studierenden in MINT sind Männer und oft begegneten sie Larissa mit einer Grundskepsis: „Sie haben anfangs nur das unbedarfte, kleine blonde Mädchen gesehen. Doch durch konstant gute Leistungen und entspanntes Auftreten ging die anfängliche Skepsis fort. Mit vielen Studierenden bin ich heute gut befreundet. Ich fühle mich in meinem Studiengang wohl und bin froh darüber, mich für diesen technischen Studiengang entschieden zu haben.“

War die Technik schon immer in deinem Leben?

„Eigentlich hat mich Technik nie besonders interessiert. Nach meinem Abitur war ich bei der Berufsberatung und da ich schon immer gut in Mathe und Physik war, war Wirtschaftsingenieur eine naheliegende Möglichkeit. Auch meine Eltern waren über diese Entscheidung sehr erstaunt, denn ich hatte zuvor noch nie einen Schraubenzieher in der Hand. Aber es war genau das richtige für mich“, so Larissa.

Durch Berufsberatungen kann man gut herausfinden, welcher Studiengang zu einem passt. Selbst wenn es anfangs ungewiss ist, kann es sich als die perfekte Wahl herausstellen, wie auch bei Larissa.

Zukünftiger Beruf in einem Männerjob?

„Ich möchte in einem technischen Beruf, zum Beispiel in der Automotive- oder Food-Branche Fuß fassen“, erklärt Larissa entschlossen. Auch diese Berufe werden viel von Männern ausgeübt. Doch Larissa Mäder ist optimistisch: „Sobald sie sehen, dass ich kompetent und freundlich bin, wird es wie auch im Studium sicher positive Reaktionen geben. Ich freue mich schon darauf.“

Unterstützung durch ein Stipendium

Seit Beginn des Bachelors hat Larissa ein Stipendium von der Hanns-Seidel-Stiftung. Hierfür muss man gute Leistungen erbringen, monatlich zu einem Treffen in Heidelberg und zweimal im Jahr zu einem dreitägigen Seminar. Auch sonst werden Frauen in MINT-Berufen gefördert. https://www.mint-frauen-bw.de/