Unser Campus soll neu gestaltet werden. An diesem Thema arbeitet die Holding bereits seit einiger Zeit. Aber auch unsere Studierenden des Masterstudiengangs Projektmanagement Bau sind in diese Planung einbezogen, wie unsere Redakteurin Madeleine Krehahn berichtet.

Heutzutage sollte ja alles möglichst mobil sein. Und am besten auch flexibel. Die Nachhaltigkeit nicht vergessen! Doch was bedeutet das genau für das Bauen, für die Architekt:innen und die Baumanager:innen? Das durften die Studierenden der SRH Hochschule Heidelberg im Rahmen eines Ideenwettbewerbes für sich und die weitere Campusplanung herausfinden.

Eine Prüfung als Wettbewerb: Die Studierenden des Masterstudiengangs Projektmanagement Bau präsentierten der Jury um Jan Thierfelder von der SRH, Prof. Dr.-Ing. Christian Meysenburg und Prof. Dipl.-Ing. Bernhard Hort (alle drei auf dem Bild rechts außen zu sehen) ihre Ideen für einen mobilen Campus.

Mobilität, flexibles Wohnen, Nachhaltigkeit – darum drehte sich alles bei dem Mobilitätskonzept für den theoretischen Neubau des Campusareals der SRH Heidelberg. Gemäß dem CORE-Prinzip hatten die Studierenden die Möglichkeit, in mögliche weitere Planungen des Campus mit einbezogen zu werden. „Das gibt uns auch nochmal eine ganz neue Perspektive“, so Prof. Dipl.-Ing. Bernhard Hort, Prodekan der School of Engineering and Architecture. Im Rahmen des studentischen Ideenwettbewerbes SRH CampusMasterplan: „MobilitätsHub und Mobilitätskonzept“, konnten die Studierenden Vorschläge einreichen, die von den Professoren  Bernhard Hort, Christian Meysenburg und Dipl.-Ing. Jan Thierfelder der SRH Holding ausgewertet und mittels einer Preisverleihung ausgezeichnet wurden. Das Besondere daran: durch Jan Thierfelder waren nicht nur Dozierende der SRH Hochschule Heidelberg, sondern auch die SRH Holding in der Jury vertreten. Die besten drei Gruppen erhielten neben einer besonderen Würdigung von der Jury außerdem ein Preisgeld für ihre überragenden Vorschläge.

Dennis Bachere, Rahel Maier, Anne Bock, Meris Suljkanovic holten sich für ihr Mobilitätskonzept den ersten Preis.

Der erste Preis ging an die Gruppe Green Cycle Konstruktion – „Wir wollten den Lebenszyklus der Menschen und die Mobilität des Fahrrads in unserem Vorschlag vereinen – und das auch in unserem Namen zeigen“, so die -Studentin Rahel Maier. Dabei setzte die Gruppe auf die Fahrradfreundlichkeit auf dem ganzen Campus. Die Straßen um den Campus herum sollen besser angebunden und ein Bike Hanger erbaut werden, ein speziell für Fahrräder entwickeltes Parksystem. Nachhaltige, recycelte Rohstoffe rundeten ihren Vorschlag ab. „Flexibilität und Mobilität in der Architektur – kombiniert mit Cafés und Forschungslaboren – wirklich sehr kreativ und gelungen“, lobte auch Jan Thierfelder.

Timo Wilhelm, Christian Grein, Daniel Satola und Tobias Sauer gewannen für ihre Idee, ein Biotop auf den Dächern der Campus-Gebäude anzulegen und die Gebäude nachhaltig zu dämmen den zweiten Preis.

„Eine möglichst realistische Planung“ – so beschreibt die Gruppe des zweiten Platzes ihr Projekt zum Mobilitätshub. Besonders auffallend an ihrem Vorschlag sind zwei Dinge: Erstens die grüne Mitte auf den Dächern des Gebäudes, die ein Isotop für die Stadtbienen Heidelbergs bilden soll und zweitens die Wärmedämmung des Gebäudes – statt der handelsüblichen Mineral- oder Steinwolle verwendeten sie Seegras, also ein natürliches Abfallprodukt des Meeres. Damit griffen sie die Idee des Karlsruher Architekten Prof. Richard Meier auf, der diese ökologische Technik zufällig auf einem Strandurlaub entdeckte. Nachhaltigkeit? Check!

 

 

Die Drittplatzierten haben auch soziale Aspekte berücksichtigt: Hakan Delibay, Finn Rahn-Marx, Christian Gierse und Moritz Schulschenk.

„Wir sind das Ganze eher pragmatisch angegangen“ – Das Konzept der letzten Gruppe, bestehend aus Bauingenieuren und BWL-Studierenden, glänzte durch die gut ausgearbeitete wirtschaftliche Nutzung der Flächen. „Sehr schön kombiniert mit einer maximal modularen Bauweise“, bemerkte auch Prof. Hort. Besonders ins Auge fällt neben dem durchdacht ausgearbeiteten Parkhaus wohl die Dachterrasse auf, die die pragmatische Seite des Entwurfes mit Entspannungsbereichen sowie einem Schachfeld um soziale Aspekte ergänzt.

 

Alle eingereichten Vorschläge wurden mit einer Anerkennung und einem Preisgeld von bis zu 1000 € belohnt. Außerdem sollen die Projektideen der Studierenden in die weitere Planung des Campus mit einfließen. So funktioniert CORE: Die Prüfung wird zum interdisziplinären Praxisprojekt, bewertet von Wissenschaft und Partnerunternehmen. Und vielleicht können sich also die Studierenden nun schon bald damit rühmen, dass der neue Bike Hanger auf dem Campus aus ihrem Köpfchen stammt.