Die SRH baut am Campus Heidelberg ein Neurozentrum auf. Schon jetzt sind die Bereiche Kurpfalzkrankenhaus, die Fachschulen, die SRH Hochschule Heidelberg, die SRH Pflege und die Berufliche Rehabilitation eng miteinander vernetzt – ein europaweit einzigartig interdisziplinäres Angebot.

Schnell wieder gesund werden, lautet das oberste Ziel nach einem Schlaganfall. Doch die größere Herausforderung ist oft die Rückkehr in den Alltag oder gar in den Beruf. In Heidelberg entsteht ein Zentrum, das Patienten auf dem kompletten Weg unterstützt – von der Akutmedizin bis zum Weg in Arbeit.

Jedes Jahr erleiden allein in Deutschland rund 210.000 Menschen einen Schlaganfall. Eine Einblutung oder verstopfte Gefäße zerstören die Nervenzellen im Gehirn. Abhängig davon, welcher Teil des Gehirns geschädigt ist, müssen Patienten grundlegende Fähigkeiten wie sprechen und laufen völlig neu lernen.

Doch die körperliche Genesung ist nur ein Teil des Ziels. Auch die Rückerlangung der Selbstständigkeit und einer beruflichen Tätigkeit ist für die Betroffenen wichtig. Durch das besondere Konzept auf dem SRH Campus in Heidelberg werden sie unterstützt: Von der medizinischen Behandlung über den Pflegedienst für die Hilfe im Alltag bis hin zu Therapieangeboten und der Vorbereitung auf das Berufsleben ist alles vor Ort.

Dafür kombinieren das SRH Kurpfalzkrankenhaus, die SRH Fachschule für Logopädie, die SRH Hochschule Heidelberg und die SRH Berufliche Rehabilitation ihr Know-how. Patienten und Angehörige können zentral auf Medizin, Pflege, Therapie und berufliches Training zugreifen. Die Teams stimmen sich eng miteinander ab und entwerfen einen individuellen Handlungsplan.

Die SRH Hochschule Heidelberg etwa unterstützt die Patienten dabei, wieder mobil zu werden – mit ergotherapeutischen und physiotherapeutischen Maßnahmen, auch Musiktherapie wird angeboten. „Die Patienten werden von erfahrenen Therapeuten behandelt, die auch unsere Studierenden einbinden – ein Vorteil für alle Seiten“, sagt Prof. Dr. Mieke Wasner, Dekanin der Fakultät für Therapiewissenschaften. „Denn so werden die Patienten auf Basis von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt, und die Studierenden erlangen wertvolle Praxiserfahrungen.“

Ein eigenes Gebäude für das Neurozentrum ist in Planung – die enge Vernetzung der SRH-Einheiten auf dem Heidelberger Campus bildet aber bereits heute sein praktisches Fundament.