Athen, Epidarus, Nauplia, Nemea, Delphi und Olympia waren in diesem Jahr Schauplätze des 10. Sportwissenschaftlichen Olympiaseminars der Deutschen Olympischen Akademie.

In einem besonders anregenden Ambiente fand zwischen ca. 80 Studierenden – aus zehn verschiedenen Hochschuleinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet – und ihren jeweiligen Dozierenden ein facettenreicher und interdisziplinärer Diskurs über historische und aktuelle Fragen der Olympischen Bewegung statt. Mittendrin die Heidelberger SRH-Studenten Maximilian Heß (B.A. International Business, auf dem Bild rechts) und Roland Krimmer (M.A. Sportmanagement, Mitte) mit ihrem Dozenten Johannes Sauerwein (links).

Neben einem straff organisierten Studienprogramm – mit einer fünfteiligen Ringvorlesung, zehn akademischen Seminaren sowie einer mehrtägigen kompetent geführten Besichtigung zahlreicher sport- und kulturhistorischer Stätten durch Prof. Dr. Manfred Lämmer und Dr. Emanuel Hübner – fand sich auch ein wenig Zeit, um an einem der zahlreichen Strände Griechenlands oder am Fluss Alfios die Seele baumeln zu lassen und über die griechischen Philosophen Sokrates, Platon und Aristoteles zu sinnieren.

Die Internationale Olympische Akademie in Olympia mit seinen altehrwürdigen Hallen bot für die akademische Auseinandersetzung hinsichtlich der verschiedenen sportwissenschaftlichen Themen eine optimale Plattform, die wohl einzigartig auf der Welt ist.

Mit dem Seminarthema „Sport, Politik und Ethik“ in Bezug auf die Olympischen Spiele konnten dabei Johannes Sauerwein zusammen mit Roland Krimmer eine sportpolitische Sicht auf die aktuellen Fragen der Olympischen Bewegung werfen. Neben der Beleuchtung der Sportpolitik innerhalb der Olympischen Spiele wurden mittels des Vortages schlaglichtartig die angesprochenen Konflikte mittels des metatheoretischen Ansatzes des Konstruktivismus eingeordnet. Der Vortrag sollte dabei zum Dialog über das Spannungsfeld Sport, Politik und Ethik bei allen Beteiligten anregen. Im Anschluss an die Präsentation ernteten Sauerwein und Krimmer großes Lob durch die Kommilitonen anderer Universitäten sowie dem Organisationsteam der Deutschen Olympischen Akademie.

Am vorletzten Abend stand der traditionelle „Social Evening“ auf dem Programm, bei dem sich die anwesenden Hochschuleinrichtungen präsentierten. Heidelberg – als Rugby-Hochburg bekannt – wurde durch einen gelungenen Beitrag, welcher von Maximilian Heß professionell in Szene gesetzt wurde, vorgestellt. Unter tosendem Beifall mussten sich alle anwesenden Dozierenden sowie Orga-Mitglieder im „Gedränge“ (Rugby-Standardsituation) unter Blut, Schweiß und Tränen – wie die Griechen bei den Olympischen Spielen in der Antike – beweisen.

Nach neun erlebnisreichen Tagen und akademisch wertvollen Erfahrungen waren sich die Heidelberger Studenten und ihr Dozent einig, dass das Olympiaseminar nicht nur eine anregende Zeit war, sondern dass viele neue Ideen und Erkenntnisse aus den Vorlesungen, Seminaren und Gesprächen mit an unsere SRH Hochschule genommen werden. Im Spätsommer 2019 wird das 11. Sportwissenschaftliche Olympiaseminar stattfinden: Wir hoffen, dass unsere SRH Hochschule Heidelberg auch dann eine motivierte Gruppe nach Olympia entsenden wird.

 

Johannes Sauerwein, Dozent und Roland Krimmer, Sportmanagement-Student