Wir-Online-Redakteurin Thea Konrad, Studentin des Medien- und Kommunikationsmanagements, berichtet, wie es funktioniert. Ein Beispiel aus der Psychologie.

Lisa Lindenblatt, 28 Jahre, ist seit fast drei Jahren an der Fakultät für Angewandte Psychologie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. „Ich interessiere mich bereits seit meinem Master-Studium für das Thema der Resilienz, also die psychische Widerstandsfähigkeit. Mein Promotionsthema ist deswegen `Resilienz und psychische Gesundheit bei der Arbeit´ in Kooperation mit der SRH Berufliche Rehabilitation. Ich habe mein Vorhaben der Uni Siegen vorgestellt und habe mich gefreut, dass die Uni mich angenommen hat: Im April noch lege ich los!“

Lisa Lindenblatt hat den Bachelor für Psychologie an der Uni Landau und den Master an der Uni Freiburg gemacht, bevor sie an die SRH Hochschule Heidelberg kam, die allerdings kein eigenes Promotionsrecht hat. Um zu promovieren, braucht es also eine Kooperation mit einer Universität oder einer Hochschule mit Promotionsrecht.

Doch wie funktioniert das?

Die Uni Siegen stellt den Erstgutachter, doch da Frau Lindenblatt die meiste Zeit in Heidelberg verbringt, kann im Rahmen der kooperativen Promotion der Zweitgutachter durch die SRH gestellt werden – das wird voraussichtlich Prof. Dr. Nadia Sosnowsky-Waschek sein, die die angehende Doktorandin bereits unterstützt und begleitet.

Lisa Lindenblatt erklärt: „Ziel dabei ist es, die Wirkmechanismen der individuellen Resilienz im Kontext Arbeit nachzuweisen und in ein theoretisches Modell einzubetten sowie auch ein Resilienztraining zu entwickeln, das wirksam und nachhaltig in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter integriert werden kann.“

Durch die kooperative Promotion zwischen der SRH und der Uni Siegen ist dies möglich.