Zwei Schüler des bilingualen Gymnasiums berichten über ihren Besuch am Gründer-Institut der SRH Hochschule Heidelberg.

Am 21. September haben wir, 18 Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses ,,BEAM“ (Business, Entrepreneurship, And Math) vom Englischen Institut, den ,,Design Thinking“ Workshop unter Leitung von Prof. Dr. Regina Raschke besucht. Neben ihrer Professur in Ludwigshafen coacht sie vor allem Führungskräfte aus der Wirtschaft (https://www.innovate-now.de/). Trotz der Pandemie konnten wir einen außerschulischen Lernort besuchen, das SRH Gründer-Institut. Anders als die normalen Klassenzimmer, in denen wir uns täglich aufhalten, war dort ein Space, der flexibel war: Frei bewegliche Stellwände, viel Platz, bewegliches Mobiliar, Stehtische und viel Platz. Außerdem gab es für uns Essen und Trinken umsonst – das Mittagessen wurde von einem Startup namens Sindbad gebracht, welches direkt im Gründer-Institut ansässig ist. Es war lecker und wir konnten auch etwas über dieses Unternehmen erfahren.

Bei der ,,Design Thinking“  Methode geht es darum, analytisches Denken und Systematik mit Intuition und Kreativität zu kombinieren. Für uns ist das wichtig, da wir in BEAM jetzt unsere eigenen Geschäftsideen entwickeln wollen. Nach einer kurzen Vorstellung aller Teilnehmer begannen wir den Workshop mit der sogenannten ,,Spaghetti-Tower-Marshmallow-Challenge“. Hierbei sollten wir in einzelnen Teams aus Spaghetti, einem Meter Klebeband und etwas Schnur in 18 Minuten einen Turm mit einem Marshmallow auf der Spitze bauen. Die Fähigkeit kreative und offene Strukturen zu entwerfen war in dieser Challenge mit am wichtigsten, daneben Teamwork und ein gewisses Grundwissen im Bereich Statik. Es überraschte uns nicht, als die Referentin uns anschließend mitteilte, dass nach Architekt*innen und Ingenieur*innen Kindergartenkinder die durchschnittlich höchsten Spaghetti-Marshmallow-Türme entwerfen.

Anschließend bekamen wir einen Input in Sachen Illustration von Ideen und Konzepten. Mit dem frisch gewonnenen Wissen sollten wir unseren Traumarbeitsplatz und die Qualitäten, die wir dafür mitbrächten auf einem Plakat darstellen und wir merkten, dass die neu erlernten Methoden extrem dabei halfen, abstraktere Gedanken und Ideen einzufangen. In der Mittagspause durften wir kurz das Bild- und Tonstudio ,,Bildbrauerei“ besuchen und erhielten dort einen kleinen Einblick in den Produktionsprozess von Podcasts und kleineren Videoaufnahmen.

Im zweiten Teil des Workshops übten wir den Design-Thinking-Prozess ein, indem wir in Zweiergruppen für die jeweils andere Person den idealen Geldbeutel  entwarfen. Zunächst war diese Aufgabe sehr fordernd, doch während des Denkprozesses bildeten sich schon viele tolle Projektideen, deren Prototypen am Ende vorgestellt wurden. Erstaunlich, wie viele kreative Ideen aus einer Gruppe von etwa zwanzig Menschen entstehen können!

Wir vom Seminarkurs ,,BEAM“ bedanken uns sehr herzlich bei Regina und ihren Kolleginnen Irina und Silke, die ebenfalls digital bzw. vor Ort dabei waren und die uns einen Rieseninput von wertvollem Wissen gaben und das mit viel Spaß an der Sache. Auch bedanken wir uns bei Bernhard Küppers, der für uns die Tür zum SRH Gründer-Institut öffnete, sowie beim Freundeskreis unserer Schule, der diesen Ausflug finanziell ermöglicht hat!