Sukzessive startet das Training wieder. Sportpsychologen leisten gerade jetzt große Unterstützung, sagt Prof. Dr. Frank Musolesi, Leiter des Schwerpunkts „Sportpsychologie“ im Master-Studiengang Psychologie an der SRH Hochschule Heidelberg.

Lukas Kirsch studiert Psychologie mit dem Schwerpunkt Sportpsychologie an der SRH Hochschule Heidelberg. Nun hat er sein Praktikum bei den Kurpfalzbären in Ketsch begonnen (1. Bundesliga Damen-Handball).

Nahezu jeder Spitzensportler nimmt im Laufe seiner Karriere die Unterstützung durch Sportpsychologen in Anspruch. Schließlich ist der Druck groß, Spiele werden verloren, Verträge nicht verlängert, der Körper wird voll beansprucht, Freizeit und Privatleben müssen unter einen „Hut“ gebracht werden.  Auch während Krisen wie der Corona-Pandemie sind Sportpsychologen eine wichtige Stütze für die Sportler, da der Wegfall von Meisterschaften und Wettbewerben eine enorme Belastung für die betroffenen Leistungssportler darstellt.

Pascal Durak, Handball-Profi bei den Eulen Ludwigshafen und BWL-Student an der SRH Hochschule Heidelberg, weiß das aus eigener Erfahrung: „Der Druck ist groß, viele können damit nicht umgehen. Im Gespräch mit unserer Sportpsychologin bekomme ich eine andere Perspektive und immer gute Tipps. Auch Entspannungsübungen, Yoga oder Atemtechniken sind hilfreich. Danach gehe ich immer mit neuer Motivation ins Spiel.“

Sportpsychologische Diagnostik, Interventionsformen im Mentalbereich und sportpsychologische Anwendungsforschung sind wesentliche Bestandteile des Master-Studiums mit dem Schwerpunkt Sportpsychologie. Zu den sportpsychologischen Gastdozenten gehören beispielsweise auch eine ehemalige Olympia-Gewinnerin und mehrere Olympiacoaches. So berichtet auch der Student Lukas Kirsch: „Unser Studium bereitet uns praktisch und theoretisch auf unsere berufliche Zukunft vor – wir erlernen beispielsweise Mentaltechniken zuerst in der Theorie und wenden diese in praktischen Übungen an.“

„Die Sportwissenschaft, der Muskelaufbau, die Taktiken – all das hat Grenzen. Unterschätzt werden hingegen bislang die Möglichkeiten der Sportpsychologie“, sagt Prof. Musolesi.