Ob es uns passt, oder nicht – Wir befinden uns im zweiten Lockdown. Nun heißt es wieder: Alltag, Freizeit und Studium an einem Ort. Ob das auf Dauer gut gehen kann?, fragt Wir-Online-Redakteurin Leonie Wagner.

Sind wir mal ehrlich – jeder von uns hat doch schon mindestens eine Vorlesung im Schlafanzug oder in Jogginghose verbracht, oder? Solltest du dich dabei nicht angesprochen fühlen, können dir die folgenden Tipps dennoch helfen. Denn Selbstorganisation und Disziplin war selten so extrem wichtig wie jetzt. Es passiert nun mal schnell, dass man im Alltagstrott versinkt und die Motivation und Produktivität nur so dahinfließt. Um genau das zu verhindern, sind hier die 5 wichtigsten Tipps und Tricks für euch zusammengefasst:

1: Trennt euch!

Um aus dem Alltagstrott ausbrechen zu können, brauchen wir im Kopf eine klare Trennung von Freizeit und Uni. Doch wie so oft, ist das in der Realität nicht ganz so einfach. Das Smartphone vibriert dauerhaft, die Katze quert den Schreibtisch, es wird im Nebenraum gestaubsaugt oder vielleicht läuft sogar der Fernseher. Doch genau das ist ein No-Go: zu viel Ablenkung. Gestalte dir also einen Raum, an dem du jederzeit ungestört arbeiten kannst. Sobald du dich an diesem Ort befindest, sollte dir klar sein: „Ausschließlich hier arbeite ich! Hier ist kein Platz für private Dinge.“ Achte dabei vor allem auf natürliches Licht und frische Luft, um Müdigkeit vorzubeugen.

2: „Wenn du nicht aufräumst, hole ich den Müllsack“

Diesen Satz mag der ein oder andere noch aus seiner Kindheit kennen und mit nervigen Eltern verbinden, die das Aufräumen erzwingen wollen. Doch Unrecht hatten sie damals nie, denn Ordnung um dich herum heißt auch Ordnung im Kopf. Nimm’ dir also fünf Minuten Zeit und räume deinen festgelegten Arbeitsplatz (Tipp 1) auf. Lege nur die benötigten Dinge bereit – so, wie du es in der Uni auch tun würdest. Auch das Aufräumen des Desktops kann nicht schaden. So schaffst du dir sowohl eine virtuelle, als auch physische Ordnung.

3: Raus aus dem Schlafanzug!

Auch wenn es Überwindung kosten mag – kleide dich, als würdest du in die Uni gehen. Wir tricksen damit das Gehirn aus, welches damit sofort in den „Arbeitsmodus“ umschaltet. Man fühlt sich frischer und motivierter. Kleiner Tipp für die Sportmuffel unter uns: Das klappt übrigens auch mit der Motivation zum Sport treiben. Schmeißt euch im Laufe des Tages in eure schönen Sportklamotten und ihr werdet den restlichen Tag dauerhaft daran erinnert, was heute noch ansteht. Probiert’s mal aus!

4: „Das mache ich morgen..“

…oder doch nächste Woche? Ich glaube jeder von uns hat schon einmal etwas nach hinten geschoben. Egal ob unangenehme Termine oder das Lernen auf den letzten Drücker. Und immer wieder sagt man sich: Das nächste Mal, fange ich WIRKLICH früher an mich vorzubereiten! Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, kann es helfen eine Monatsübersicht auszudrucken. Du markierst dir den Tag der Prüfung und verschaffst dir somit einen Überblick, wie viel Zeit noch bleibt. Jeder Tag, der verstreicht, wird weggestrichen. Schnell wirst du dabei auf einen Blick sehen können, wann es allerhöchste Zeit ist, endlich anzufangen.

4: To-Do: Liste schreiben

Vom einen mögen sie belächelt werden – andere können gar nicht ohne: die To-Do-Listen.

Steckt euch beim Erstellen klare und vor allem realisierbare Tagesziele. Eine Farbe für private Ziele, wie „das Bad putzen“ und eine andere Farbe für die Ziele bei der Arbeit wie „Zusammenfassung schreiben“. Schreibt sie auf und priorisiert sie. Ihr werdet merken, dass ihr wesentlich strukturierter und effizienter arbeiten könnt. Denn alle Aufgaben, die in eurem Kopf umher geschwirrt sind, finden nun Ordnung. Außerdem macht ihr euch beim Abhaken der gesteckten Ziele noch einmal bewusst, was ihr heute schon alles geschafft habt. Ihr klopft euch damit sozusagen lobend selbst auf die Schulter. Und das kennt man vielleicht noch aus der Grundschule: ein tolles Gefühl!

5: Gönn Dir!

Ihr solltet euch nach getaner Arbeit auch mal mit mehr als nur diesem Schulterklopfen belohnen. Dabei ist es ganz egal, ob es ein gutes Essen, eine weitere Folge der Lieblingsserie oder ein Spaziergang mit dem Hund ist. Zur Selbstdisziplin gehört auch, den wohlverdienten Feierabend einzuläuten. Jeder weiß selbst genau, was ihm gut tut. Unterhaltet euch mit Kommilitonen, trefft euch virtuell und redet auch mal über Dinge, die nichts mit der Uni zu tun haben.

Vergesst nicht, dass diese Situation auch irgendwann wieder ein Ende nimmt. Lasst uns also gemeinsam das Beste daraus machen.