Das letzte Jahr entwickelte sich völlig anders als erwartet! Pläne fielen ins Wasser, neue Pläne schmieden schien quasi unmöglich. Doch was, wenn ein geplantes Auslandssemester vor der Tür stand? MuK-Studentin und Wir-Online Redakteurin Claudia Fröhlich berichtet darüber, wie es den Studierenden der SRH Hochschule Heidelberg bei der Organisation ihres Auslandsaufenthalts während Corona ergangen ist.

Der Verlauf der Pandemie war nur schwer vorherzusehen. Insbesondere die Planung eines Auslandsaufenthaltes stellt man sich dabei erstmal eher kompliziert vor. International Business-Studentin Emma Toth absolviert zurzeit ein Auslandssemester an der San Diego State University und blickt zurück auf die Sorgen, welche sie während der Planung hatte: Auch wenn für mich klar war, dass ich in Amerika studieren möchte, wurde die Covid-Situation um den Sommer 2020 herum immer schlimmer und wir mussten früh im Herbst eine Entscheidung treffen, wohin wir wollen. Meine Hauptsorge war – falls ich es in die USA schaffen sollte: Was ist, wenn Corona wieder eskaliert und alles heruntergefahren wird? Was ist, wenn ich in einem Land stecken bleibe und ich nur vor meinem Laptop sitze, ohne jede Option, das Universitätsleben kennenzulernen, herumzureisen oder zu Veranstaltungen zu gehen? Ich hatte auch große Angst, dass wir das Land überhaupt nicht betreten können.“

So tun, als ob es Corona nicht gäbe

Ähnlich erging es auch Costanza Carnasciali, die ebenfalls ein Auslandsemester in San Diego State macht: Als ich im Oktober/November 2020 anfing, mein Auslandssemester zu planen, wurde mir (glücklicherweise) vom International Office gesagt, ich solle so tun, als ob es Corona nicht gäbe. Also redete ich mir ein, dassich mit 100 prozentiger Sicherheit im nächsten Jahr weggehen könnte.“ Auch wenn es schon immer Costanzas Traum gewesen war, nach Amerika zu gehen, wäre für sie ursprünglich auch Sydney als Destination in Frage gekommen. Diese Wahl sei ihr jedoch aufgrund der Pandemie genommen worden, da Australien zu der Zeit keine internationalen Studierenden einreisen ließ.

Herausforderung Visum

Die Wahl des Ziellandes war jedoch ein der kleineren Herausforderung für Emma und Constanza. Denn anschließend mussten sie sich um verschiedene Dokumente wie ein Visum kümmern. Aufgrund der Corona-Situation war dies jedoch schwieriger als erwartet: Natürlich gab es wegen Covid nur begrenzte Termine beim Konsulat. In Frankfurt sogar überhaupt keine. Ich konnte dann einen Termin in München vereinbaren; da wurde es aber zeitlich schon sehr knapp und München liegt ja auch nicht gerade nah an Heidelberg“, erinnert sich Emma insbesondere im Hinblick darauf, dass es bereits Mitte August losgehen sollte. Die Suche nach Flügen und einer Unterkunft musste also warten.

Universitätsalltag ähnlich wie bei uns

Nach all den Vorbereitungen haben es die beiden SRH-Studierenden jedoch nach Kalifornien geschafft. Doch wie sieht so ein Universitätsalltag während Corona nun aus? An der SRH Hochschule Heidelberg werden mittlerweile wieder nach und nach Präsenzveranstaltungen angeboten, doch wie läuft das in den USA? Während Emma alle Veranstaltungen in Präsenz erlebt, hat Constanza insgesamt vier Vorlesungen, wovon drei in Präsenz und eine online stattfinden. Genau wie in Deutschland würden dabei verschiedene Hygieneregeln berücksichtigt. Über die Präsenzveranstaltungen sind Emma und Constanza sehr froh, da sie so schon viele Kontakte knüpfen konnten.

Flexibel und offen bleiben

Beide Studentinnen würden ein Auslandssemester – trotz Corona – jedem weiterempfehlen: Nun, leider ist es mit Corona schwieriger, das Auslandssemsemester zu organisieren und es erfordert sicherlich Mühe, im Voraus zu planen. Man muss einfach flexibel und offen für neue Möglichkeiten sein, aber am Ende zahlt es sich aus!“,  gibt Emma Toth allen Interessierten mit auf den Weg. Auch Constanza ist fest davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war, trotz der Pandemie ins Ausland zu gehen: „Ich würde jedem einen Auslandsaufenthalt empfehlen. Dies ist der dritte Auslandsaufenthalt in meinem Leben und ich habe die beste Zeit meines Lebens – the time of my life.“

Vielleicht ermutigen diese positiven Erfahrungen der beiden ja den einen oder anderen Studierenden, trotz Corona ein Auslandssemester in Angriff zu nehmen. Viel Erfolg und vor allem viel Spaß dabei!

In unserer nächsten Folge „Erstis an der SRH Hochschule Heidelberg“ erklären wir euch, was es mit dem ominösen Gründer-Institut unserer Hochschule auf sich hat.