Burger vs. Rentier-Pizza, Jetski-Tour am San Diego Beach vs. Husky-Safari im verschneiten Lappland: Wir-Online-Redakteurin Anastasia Zhukovets hat mit zwei Studenten über ihren Auslandsaufenthalt gesprochen.

Unterschiedlicher hätten die beiden Destinationen der damaligen BWL-Bachelor Studenten Pascal Jacob und Julian Goldschmitt nicht sein können. Zusammen haben sie ihren Bachelor an der SRH begonnen und sich für ein Auslandssemester an den Partneruniversitäten entschieden. Während Julian sich für ein Semester in der finnischen Hauptstadt Helsinki an der Laurea University of Applied Sciences einschrieb, wählte Pascal die kalifornische Metropole San Diego – San Diego State University (SDSU). Wir haben uns mit den IML-Master Studenten und Gründern der Studenteninitiative Student Business Network (SBN) getroffen und sie bezüglich ihrer Auslandserfahrungen etwas näher unter die Lupe genommen. Der Kontakt der beiden ist auch während des Semesters trotz Zeitverschiebung nie abgebrochen. Per FaceTime hielten sie sich gegenseitig auf dem Laufenden – Pascal sommerlich im Tanktop, Julian winterlich im Pullover.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wann stand für euch die Entscheidung fest ins Ausland zu gehen und warum habt ihr euch gerade für dieses Ziel entschieden?

Pascal: Seit Beginn des Bachelorstudiums war klar, dass ich unbedingt ein Semester im Ausland verbringen möchte, und nachdem ich die Liste der Partneruniversitäten gesehen habe, setzte ich mir das Ziel San Diego. Die USA waren für mich immer ein besonderer Reiz. Während des Uni-Alltags den amerikanischen Traum ein Stück weit leben zu können, hat die Entscheidung nochmals bestärkt. Das Baden-Württemberg Stipendium war eine zusätzliche finanzielle Unterstützung, die man auf jeden Fall in Betracht ziehen sollte, bevor man sich für ein Semester in Amerika entscheidet.

Julian: Ein langjähriger Freund von mir absolvierte an der gleichen Uni, für die ich mich interessierte, sein Auslandssemester. Daher hatte ich bereits im Vorfeld einen besonders guten Überblick aufgrund seiner Erzählungen und Erfahrungen. Zudem hat mich das starke skandinavische Bildungssystem, gepaart mit der Fortschrittlichkeit des aufstrebenden Landes, in meiner Entscheidungsfindung überzeugt. Ich würde diese Wahl genauso wieder treffen!

Große Unterstützung fanden die beiden beim International Office der SRH Hochschule Heidelberg und bei Michelle Hett, die rund um die Uhr für jegliche Anliegen zur Verfügung stand.

Pascal: Egal auf welchem Fleck der Erde man sich befindet, nach nur einer E-Mail oder einem Telefonat war das vermeintliche Problem gelöst oder ein hilfreicher Ratschlag erteilt. Durch die schnelle Rückmeldung und den Support war man immer gut bedient und hatte nicht das Gefühl hinterher rennen zu müssen.

Julian: Nie vergessen werde ich die Folie, die an der Infoveranstaltung im großen Hörsaal, organisiert vom International Office der Fakultät für Wirtschaft, mit Tipps & Tricks bezüglich des bevorstehenden Semesters gezeigt wurde. Es gab eine Folie getreu dem Motto: „Step out of your comfort zone and experience where the magic happens!“ Und rückblickend kann man sagen, dass dieses Zitat welches uns vor der Reise mit auf den Weg gegeben wurde, definitiv zugetroffen hat. Weitere wichtige Infos werden kurz vor Antritt des Semesters im Großen Hörsaal verkündet und man kann sich über einige Dinge nochmal ein besseres Bild machen.

 

Wie sieht ein klassischer Uni-Alltag an der Partneruniversität aus?

Pascal: Anders als an der SRH bestehen die Kurse nicht aus kleinen überschaubaren Gruppen sondern man besucht wie an einer größeren Universität die Vorlesungen im großen Hörsaal und muss sich aufgrund der hohen Anzahl an Kursteilnehmern teilweise echt darum kümmern, einen Sitzplatz zu bekommen. Darüber hinaus verfügt der riesige Campus über diverse Sportangebote und Fitnesscenter – College Sport hat dort einen immensen Stellenwert.

Julian: Bei mir gab es sehr kleine Gruppen und einen engen Kontakt zu den Dozenten, vergleichbar mit dem CORE-Prinzip. Kaum schriftliche Prüfungen, dafür viele Präsentationen. So kam es in einem Kurs vor, dass wir finnischen Business Studenten aus den jüngeren Semestern ganze Vorlesungen als „Externe Dozenten“ gehalten haben. Zudem war das vergleichsweise günstige Mensaessen qualitativ überragend, und dadurch gestärkt konnte man anschließend auch die Fitnessräume der Uni besuchen.

Pascal, du hast die turbulente Wahl von Donald Trump miterlebt, Julian du hast die 100-jährige Unabhängigkeit Finnlands live bei einem Feuerwerk Spektakel mitgefeiert, was waren weitere Highlights während eures Auslandssemesters?

Pascal: Man hat unglaublich viele Eindrücke und Erfahrungen in der kurzen Zeit gesammelt und diese tollen Erinnerungen werden ein Leben lang bleiben. Ein einzigartiges Erlebnis und eine Zeit, die ich nicht missen möchte. Wir haben diverse Ausflüge unternommen, sei es auf den Spuren von Hollywood in Los Angeles, auf einem Casino Besuch in Las Vegas, auf der berühmtberüchtigten Golden Gate Bridge in San Francisco, zur mexikanischen Kultur in Tijuana oder in die gigantischen Nationalparks. Das Nachtleben sollte man auch nicht verpasst haben, so waren DJ Auftritte von Steve Aoki keine Seltenheit. Basketball- und Football-Spiele der SDSU Aztecs gehörten zusammen mit den Tailgate-Partys, einem Konzertbesuch von Coldplay in San Francisco und dem Starauftritt von Jay-Z auf dem SDSU Campus zu weiteren nennenswerten Highlights.

Julian: Highlights waren definitiv die zahlreichen Reisen und die Freundschaften, die entstanden sind! In dem glücklichsten Land der Welt, dessen Sprache anfangs so seltsam klingt, gibt es tausende Seen und eine unbeschreiblich schöne Natur die man gesehen haben muss. Kulinarisch bietet die Hauptstadt durch ihre vielen Facetten ein enormes Angebot für Feinschmecker, so wird man um die bekannte Fazer Schokolade und den Lakritz-Schnaps Salmiakki nicht herum kommen. Die Städtereisen Stockholm, Tallinn und Riga gehörten mit der von der Universität organisierten einwöchigen Lappland-Reise zu den größten Highlights. So hatte man die Möglichkeit, Aktivitäten wie eine Husky-Safari oder Go-Kart Racing auf dem Eis zu buchen. Und wer kann schon von sich behaupten, dass er nach einem Saunagang bei -13 Grad in den arktischen Ozean zur Abkühlung gesprungen ist?

In Eurem aktuellen Studiengang International Management & Leadership habt ihr nochmals die Möglichkeit eine Auslandsmodul zu belegen, wo geht die Reise diesmal hin?

Pascal: Nach dem Semester in San Diego und einem Auslandspraktikum in Shanghai bei der Unternehmensberatung Far Eastern Consulting, habe ich mich für ein erneutes Auslandspraktikum entschieden und werde dies ab September in London bei SAP bestreiten. Ich bin sehr glücklich darüber den nächsten Schritt zu gehen und das neue Abenteuer bei einem Global Player in einer Weltstadt beginnen zu dürfen.

Julian: Tatsächlich habe ich mich nochmals für ein Auslandssemester entschieden, auch wieder Skandinavien, diesmal allerdings Norwegen an der University of Stavanger. Die Kultur und der Lifestyle haben mich besonders begeistert und nun bin ich sehr gespannt darauf ab August einen weiteren Erasmus Aufenthalt genießen zu dürfen. Auch ich habe SAP in Walldorf als Praktikant und Werkstudent näher kennen gelernt und werde nach meinem Semester wieder dorthin zurückkehren.

P.S.: Wenn nun euer Interesse geweckt worden ist, dann stehen wir für Euch gerne für Fragen und Antworten zur Verfügung um euch die besten Hot Spots, Tipps & Tricks mit auf den Weg zu geben. Kontaktieren könnt ihr uns jederzeit über unsere E-Mail Adressen der Hochschule oder LinkedIn.