The global structure of the world powers is shifting, China is gaining more and more influence while the US no longer appreciates its most important trading partners such as Germany. An approach to China can be beneficial for German companies.

As part of my studies in Business Administration – International Track at the SRH University Heidelberg, I decided to spend an internship abroad in China. Previously, I already completed a semester abroad in the US and was looking for a new challenge. My interest in China was great, as this country has undergone tremendous economic transformation and has risen to become a global world power. My choice fell on an internship at a renowned German management consultancy in Shanghai, which was very positive. Furthermore, in addition to my studies in International Management and Leadership at the SRH University of Heidelberg, I am still working for this company as a working student and I am pleased to successfully shape the future of German companies in China.

The risk of not being there in China is greater than the risk of being there.
– Heinrich von Pierer, former chairman of the supervisory board of Siemens AG

China is the second largest country in terms of gross domestic product (GDP) and the largest economy in the world in terms of purchasing power parity (PPP). Despite this immense global economic importance, this country is still relatively unknown to Germans. As a result, 57% of Germans stated in a survey by Huawei 2014 that they find Chinese culture very foreign.

This constellation is historically justified, because Germany had long focused its attention mainly on the western allies USA. Only with the opening of the market in China in the 90s, the first companies expanded to China, in order to profit from the rapid economic growth. Meanwhile, more than 5,000 German companies are based in China, mainly in the wellknown cities of Beijing and Shanghai. Measured by the total number of German companies with 3.27 million, this corresponds to only 0.15%. Under the US President Donald Trump, the global structure has shifted and below is to be shown why it is interesting for German companies to deal with China closer.

Sales market. The German market comprises 83 million potential buyers, in China it is more than 16 times at 1.386 billion. Focusing only on urban dwellers, without taking into account western areas deprived of infrastructure, with an urbanization rate of approximately 60%, more than 800 million people are still potential buyers. This tendency is steadily increasing.  According to the World Bank, China’s urban population is expected to reach 70 to 80 percent by 2030, so about one billion people. Because of this enormous potential, many large corporations, such as the Volkswagen Group, have taken the step to China early on, and the country is now regarded as the main sales market. In addition, China is seen as a Major winner of globalization and has formed in the population of an increasingly strong, very consumption-loving, middle class. The prospects of successfully selling further products in the future are therefore very positive.

Made in China 2025. Especially in the area of production, China’s ambitions are revealed and should make an important contribution with the program „Made in China 2025“ in order to become the leading industrialized country by 2049. Germany with the added value of the term „Industry 4.0“ is considered to be a leading innovator, which is why there is a great interest on the part of the Chinese to learn from German production companies or to acquire the high-quality products. For this purpose, the companies are offered favourable Locations in China, including from a tax point of view. This should help to ideally transform the still largely technically outdated production methods in Chinese companies for the future. Thus, German companies in China have a long-term perspective for economic success.

In essence, the key message is: China has become essential to the global success of a business. Therefore, German companies should definitely be involved with China and develop a suitable market entry strategy for this. Every market entry involves risks, but as described above, the greater risk is not being active in China.

Artikel auf Deutsch:

Das Globale Gefüge der Weltmächte verschiebt sich, China gewinnt zunehmend an Einfluss während die USA seine wichtigsten Handelspartner wie zum Beispiel Deutschland nicht mehr zu schätzen weiß. Eine Annäherung an China kann für deutsche Unternehmen von Vorteil sein.

Im Rahmen meines Studiums Betriebswirtschaftslehre – International Track an der SRH Hochschule Heidelberg hatte ich mich für ein Auslandspraktikum in China entschieden. Zuvor absolvierte ich bereits ein Auslandssemester in den USA und suchte nun nach einer neuen Herausforderung. Mein Interesse an China war groß, da dieses Land einen enormen wirtschaftlichen Wandel vollzogen hat und zur globalen Weltmacht aufgestiegen ist. Meine Wahl fiel auf ein Praktikum bei einer renommierten deutschen Unternehmensberatung in Shanghai, das sehr positiv verlief. Weiterhin bin ich zusätzlich zu meinem Studium International Management and Leadership an der SRH Hochschule Heidelberg für dieses Unternehmen als Werksstudent tätig und freue mich, die Zukunft deutscher Unternehmen in China erfolgreich mitgestalten zu können.

China ist ein Land, das gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) die zweitgrößte, beziehungsweise an der Kaufkraftparität (KKP) die größte Volkswirtschaft der Welt darstellt. Trotz dieser immensen globalen wirtschaftlichen Bedeutung ist dieses Land den Deutschen nach wie vor relativ unbekannt. Infolge dessen gaben 57% der Deutschen in einer Umfrage von Huawei 2014 an, dass sie die chinesische Kultur als sehr fremd empfinden.

Diese Konstellation ist historisch begründet, denn Deutschland hatte lange den Blick vorwiegend auf den westlichen Verbündeten USA gerichtet. Erst mit der Öffnung des Marktes in China sind in den 90er Jahren die ersten Unternehmen nach China expandiert, um vom rasanten Wirtschaftswachstum zu profitieren.

Inzwischen sind über 5.000 deutsche Unternehmen in China angesiedelt, vornehmlich in den bekannten Städten Peking und Shanghai. Gemessen an der Gesamtanzahl deutscher Unternehmen mit 3,27 Millionen entspricht dies nur einem Anteil von 0,15%. Unter dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat sich das globale Gefüge verschoben und im Folgenden soll dargestellt werden, warum es für deutsche Unternehmen interessant ist, sich mit China näher auseinanderzusetzen.

Absatzmarkt. Der deutsche Absatzmarkt umfasst 83 Millionen potenzielle Käufer, in China sind es mehr als das 16-fache mit 1,386 Milliarden. Konzentriert man sich nur auf die Stadtbewohner, ohne die westlichen von der Infrastruktur benachteiligten Gebiete zu berücksichtigen, sind bei einer Urbanisierungsrate von ungefähr 60% noch über 800 Millionen Menschen als potenzielle Käufer zu betrachten. Diese Tendenz ist stetig steigend. Laut Weltbank kann bis 2030 mit einer Rate von 70 bis 80 Prozent Stadtbevölkerung in China gerechnet werden, dies entspricht etwa einer Milliarde Menschen. Aufgrund dieses enormen Potentiales haben viele Großunternehmen, wie der Volkswagen Konzern, schon früh den Schritt nach China gewagt und mittlerweile gilt das Land als Hauptabsatzmarkt.Hinzu kommt, dass China als wesentlicher Gewinner der Globalisierung gilt und sich in der Bevölkerung ein immer stärker werdender, sehr konsumfreudiger, Mittelstand gebildet hat. Die Aussichten, um zukünftig weitere Produkte erfolgreich abzusetzen, sind somit sehr positiv.

Made in China 2025. Insbesondere im Bereich der Produktion offenbaren sich die Ambitionen Chinas und sollen mit dem Programm „Made in China 2025“ einen wichtigen Teilbeitrag leisten, um bis 2049 zum führenden Industriestaat aufzusteigen. Deutschland mit der Wertschöpfung des Begriffs „Industrie 4.0“ gilt als führender Innovationsträger, weswegen von chinesischer Seite ein großes Interesse besteht, von deutschen Produktionsunternehmen zu lernen bzw. die als qualitativ hochwertig angesehenen Produkte zu erwerben. Hierzu werden den Unternehmen günstige Standorte in China angeboten, unter anderem auch aus steuerlicher Sicht. Dieses soll helfen, die noch zum größtenteils technisch veralteten Produktionsweisen in chinesischen Unternehmen auf für die Zukunft ideal zu transformieren. Somit bietet sich für deutsche Unternehmen in China eine langfristige Perspektive für wirtschaftlichen Erfolg.

Im Grunde lautet die Kernaussage: China ist für den globalen Erfolg eines Unternehmens unumgänglich geworden. Daher sollten sich deutsche Unternehmen unbedingt mit China befassen und hierfür eine geeignete Markteintrittsstrategie entwickeln. Jeder Markteintritt beinhaltet Risiken, aber wie schon oben beschrieben, besteht das größere Risiko darin, nicht in China tätig zu sein.