Zoe Heckmann, Schülerin an der Merian-Realschule Ladenburg, war eine Woche lang zum Berufsorientierungspraktikum in unserer Marketing-Abteilung. Auf Wir-Online erzählt die 15-Jährige, wie sie und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sich ihren Werdegang vorstellen.

Berufsorientierung spielt in unserem Alter schon so langsam eine wirklich wichtige Rolle. Die Frage „Was will ich mal werden?“ ist eigentlich gar nicht mehr so leicht zu beantworten. Heute dreht es sich oft darum, was hat man für einen Abschluss, kann ich mit meinem Abschluss überhaupt diesen Beruf machen, reicht eine Ausbildung oder brauche ich dafür doch das Abitur?  Auch in meiner Klasse spielt dieses Thema momentan eine wirklich große und wichtige Rolle. An meiner Schule läuft das eigentlich alles so ab: Unsere Lehrer organisieren das meiste, sprich, es kommen verschiedene Schulen zu uns oder es kommen auch Leute zu uns, um uns ihre Berufe genauer vorzustellen. Alles angefangen mit dieser Berufsorientierung hat es damit, dass wir lernen, wie man sich richtig bewirbt bzw. wie man eine Bewerbung richtig schreibt. Aber auch selbst schon dafür ist mir und ein paar Leuten aus der Klasse aufgefallen, dass man dann eigentlich schon wissen muss, welchen Beruf man mal machen möchte. Wo sich auch dann wieder die Frage stellt, mache ich doch die Schule weiter und mache mein Abi, oder will ich erstmal oder überhaupt nur eine Ausbildung machen?  Persönlich finde ich es auch wirklich nicht einfach, einem passenden Beruf zu finden. Ich habe mich in meiner Klasse mal ein bisschen danach erkundigt, was ein paar Schüler nach ihrem Realschulabschluss machen möchten, wie sie ihren richtigen Beruf finden wollen und auf was sie Wert legen. Die Meinung von anderen Leuten interessiert die meisten so gut wie gar nicht. Sie sagen, dass es eigentlich ja nicht wirklich was bringt, auf die Meinung von anderen in dieser Situation zu hören, da sie es ja selbst sind, die diesen Beruf dann erlernen und in diesem Beruf tätig sein werden.  Tatsächlich legen die meisten auch Wert darauf, wie gut sie verdienen, aber auch, dass ihnen der Beruf liegt und Spaß macht.

Was ein Studium angeht, ist es wirklich so gut wie genau die Hälfte, die darüber nachdenkt. Die meisten sind voll begeistert von einem Studium, da sie so noch mehr Möglichkeiten haben, und die andern sind im Gegensatz voll dagegen. So gut wie für niemanden aus meiner Klasse würde es in Frage kommen, nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zu machen und dann zu studieren, aber tatsächlich kommt es für ein oder zwei Leute in Frage, ein Fach-Abi zu machen, da sie dann beruflich auch mehr Möglichkeiten haben. Auch wenn an unserer Schule das Thema zwar besprochen wird, was die Berufsorientierung angeht, wünschen sich doch einige, dass dieses Thema viel größer und auch intensiver an unserer Schule bearbeitet werden soll.

Was ich werden möchte? Mir hat das Praktikum auf jeden Fall viel Spaß gemacht! Meine Aufgaben waren interessant: Schreiben macht mir Spaß, Recherchieren und Gestalten auch. Ich sollte mir Ideen für TikTok überlegen und aufschreiben, wie ich mich über einen Studiengang informieren würde. Das Praktikum hat mir gezeigt, wie wichtig Computerkenntnisse generell sind, das sollten wir noch mehr in der Schule machen. Ich kann mir gut vorstellen, mich nach meinem Abschluss auch auf dieses Thema zu konzentrieren und in Richtung Marketing zu gehen