„Das Beste am Professorinnendasein ist für mich die Chance jung zu bleiben, immer im Austausch mit jungen Erwachsenen zu stehen.“ Die 42-jährige Professorin unterrichtet an der Fakultät für Wirtschaft seit September 2021 schwerpunktmäßig Accounting.

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie an die Hochschule kamen?

Mein erster Gedanke als ich an die Hochschule kam war: „Angekommen!“ Es war schon lange mein Traum und Wunsch, nicht mehr nur als Gastdozent in der Lehre tätig zu sein und jetzt kann ich diesen endlich wahr werden lassen.

Was schätzen Sie hier besonders?

Vor allem die Nähe zu den Studierenden, die kleinen Gruppen und den intensiven Austausch, CORE insgesamt. Das ermöglicht einem ein persönliches Arbeiten, was ich selbst während meiner Studienzeit erfahren durfte. Das wird hier ganz toll umgesetzt.

Wie schätzen Sie den Umgang der SRH mit der Pandemie im Vergleich zu anderen Hochschulen ein?

Mein Gefühl ist, dass hier wirklich alles sehr schnell geklappt hat. Man hat sowohl den Studierenden als auch den Lehrenden sofort ein Angebot zur Verfügung gestellt, das auch didaktisch gut funktioniert und die veränderten Bedingungen aufgreift. Außerdem war es technisch ein schneller und reibungsloser Prozess. Alle waren bemüht, auch die Dozierenden zu unterstützen.

Wenn Sie nicht gerade lehren oder Klausuren korrigieren, wie verbringen Sie dann Ihre (Frei)Zeit?

Wenn ich nicht für die Hochschule arbeite, dann verbringe ich einen Großteil der Zeit mit meiner Beschäftigung als Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin bei KPMG. Privat steht meine Familie, also meine zwei Kinder und mein Mann an erster Stelle. Aber auch der Sport darf nicht zu kurz kommen. Das ist für mich wie die Luft zum Atmen und ich brauche einfach diesen Ausgleich. Ich jogge viel (ca. 2.000 Kilometer im Jahr) und mache auch anderen Sport.

Was ist das Beste am „Professorinnendasein“/an Ihrem Beruf?

Das Beste am Professorinnendasein ist für mich die Chance jung zu bleiben, immer im Austausch mit jungen Erwachsenen zu stehen. Das ist eine Herausforderung und macht es zur Notwendigkeit, sich weiterzuentwickeln. Sowohl technisch als auch inhaltlich. Außerdem ist es toll, die Studierenden zu begleiten und ihnen vielleicht auch Chancen aufzuzeigen oder zu ermöglichen.

Wie sieht in Ihren Augen der ideale Student/die ideale Studentin aus?

Der ideale Student bzw. die ideale Studentin hat ein Gesicht (lacht). Auch in virtuellen Zeiten lege ich Wert darauf, dass die Kamera eingeschaltet ist, sodass eine direkte Interaktion möglich ist. Man kann dadurch Interesse und eine Bindung aufbauen und das ist mir wirklich wichtig.

Natürlich sollte er/sie auch fachliches Interesse zeigen, aufgeschlossen sein für Neues, aktive Mitarbeit zeigen. Das ermöglicht es einem, die Bedürfnisse der Studierenden zu erfahren und darauf einzugehen.

Was möchten Sie von uns Studierenden wissen?

Das ist jetzt eine schwierige Frage. Ich würde gerne wissen, was genau die Bedürfnisse der Studis sind und offen erfahren, was verbessert werden kann vor allem in dem aktuell immer noch schwierigen Umfeld. Ich freue mich immer über konstruktive Verbesserungsvorschläge. Das Studi-Leben während der Pandemie ist nun mal wirklich anders. Ich würde gerne wissen, wie ich hier zu einer Verbesserung beitragen kann.