Dr. Michael Jung ist seit September 2018 Professor für Physiotherapie an der SRH Hochschule Heidelberg. Die Wir-Online-Redaktion fand heraus, dass er zum Lachen gerne mal ins Kino geht und dass auch sein Tag nur 24 Stunden hat:Wann hatten Sie das letzte Mal Mut?

Als ich hierher gewechselt habe: Immerhin war ich in Frankfurt unbefristet als Studiendekan des Masterstudiengangs Pädiatrie angestellt. Aber Frau Wasner hat mich überzeugt: Sie ist sehr strukturiert und tut wahnsinnig viel für den Studiengang. Sie hat sich sehr um mich bemüht, und so sehe ich hier eine große Wertschätzung, die ich bei meiner vorigen Stelle etwas vermisst habe. Ich habe einen Wechsel gebraucht, und die SRH Hochschule Heidelberg ist sehr renommiert in den Fachkreisen der Physiotherapie.

Wann haben Sie das letzte Mal herzlich gelacht?

In meiner Handball-WhatsApp-Gruppe gibt es häufig Videos, die mich zum Lachen bringen. Aber ich erinnere mich insbesondere an den Film „Ziemlich beste Freunde“, bei dem ich sehr gelacht habe. Der Film ist grandios, und ich liebe insbesondere die Szene in der Oper „Ein Baum der singt…“ oder die Szene mit dem frisierten E-Rolli.

Mit der dritten Frage wollen wir Ihre Spontanität und Ihr Herangehen an jobfremde Themen kennen lernen – es geht nicht um richtig oder falsch: Warum sind aller guten Dinge drei?

Drei ist eine gut handelbare Anzahl, denke ich. Aber ich mache eigentlich immer mehr als drei Dinge und teste immer wieder, ob ein Tag vielleicht doch mehr als 24 Stunden hat – bisher erfolglos.

Anm. d. Red.: Die „Dinge“ stammen aus dem altgermanischen Wort „Thing“ für Gerichtsversammlungen. Tatsächlich wurde ein Angeklagter im Mittelalter dreimal zum Thing geladen, ehe er in Abwesenheit verurteilt werden konnte.

Und sonst so?

Das Thema Kinderheilkunde ist im Curriculum der angehenden Physiotherapeuten nur sehr klein repräsentiert. Wir möchten es bei der SRH jetzt etwas größer gewichten, u.a. mit Forschungsprojekten wie den Einsatz der VR-Brille für halbseitig gelähmte Kinder oder zu Folgeschäden von Chemotherapie bei Kindern in Kooperation mit der Charité Berlin. Weiterhin soll ein Parkinson-Projekt mit dem Campus-Sport der SRH Hochschule Heidelberg gestartet werden.

Steckbrief

Herkunft: Rhein-Main-Gebiet (Stationen in Groß-Gerau, Mainz, Wiesbaden und Frankfurt)

Wohnort: Mörfelden-Walldorf, kurz vor Frankfurt (inklusive Nadelöhr Wieblingen 60-70 Minuten Pendelzeit)

Alter: 52

Letzter Arbeitgeber: Hochschule Fresenius Idstein und Frankfurt

Ausbildung: Ausbildung zum Physiotherapeuten, anschließend berufsintegrierendes Studium (Gesundheitswissenschaften, Schwerpunkte Medizinpädagogik, Kinderheilkunde)

Interessen: Handball