Maren Haselwander, akademische Mitarbeiterin an der Fakultät für Therapiewissenschaften, verfolgt die Vision, die kognitive Defizite von Menschen mit Schizophrenie durch physiotherapeutische Maßnahmen zu verbessern.

Menschen mit Schizophrenie leiden häufig unter Stigmatisierung“, sagt Maren Haselwander, akademische Mitarbeiterin an der Fakultät für Therapiewissenschaften. „Es handelt sich um eine Störung in Wahrnehmung und Denken, die sich beispielsweise in Halluzinationen oder Stimmenhören äußern kann“, erklärt sie.

In ihrer Promotion „Motorik und Kognition bei Menschen mit Schizophrenie“ – kurz MOKO – erforscht Haselwander die Wechselwirkung zwischen der Balancefähigkeit und den Aufmerksamkeits- und Exekutivfunktionen – ein völlig neuer Ansatz in der Psychiatrie. Unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Weisbrod des SRH Klinikums Karlsbad-Langensteinbach und Prof. Dr. Gudrun Diermayr der SRH Hochschule Heidelberg ist sie als Physiotherapeutin und Psychologin prädestiniert für dieses kooperative Promotionsprojekt an der Universität Heidelberg.

Der physiotherapeutische Motoriktest, der „Balance Evaluation Systems Test“, beinhaltet z. B. Dual-Task-Aufgaben wie zeitgleiches Gehen und Rückwärtszählen. Diese Daten werden mit den Daten der kognitiven Basistestung verglichen und es wird geprüft, ob ein Zusammenhang besteht. So hat der Pilottest gezeigt: Die Balancefähigkeit bei Menschen mit Schizophrenie ist schlechter als bei der Kontrollgruppe, die aus Studierenden bestand – hier kann die Physiotherapie helfen.

Maren Haselwander, akademische Mitarbeiterin an der Fakultät für Therapiewissenschaften, verfolgt die Vision, die kognitiven Defizite von Menschen mit Schizophrenie durch physiotherapeutische Maßnahmen zu verbessern.