Eine digitale Zeremonie, die dennoch feierlich ist: Was vor einem Jahr noch undenkbar schien, wird an der Hochschule zur Realität. SRH-Rektor Prof. Dr. Carsten Diener begrüßte zur feierlichen Übergabe der Stipendien am 4. November nahezu alle 35 Stipendiaten via Zoom. Durch die Einbindung des Online-Tools Padlet wurde es eine interaktive, austauschfreudige Feier.

„It´s an honour to have you as students“, began Carsten Diener seine Rede an die Studierenden. „You did it!“ Anna Rudloff, Absolventin des Master-Studiengangs Musiktherapie, begleitete die Zeremonie musikalisch auf ihrer Gitarre und berührte ihre Zuhörer auf digitalem Wege. Moderiert von Kamilla Prutek, Leiterin des Admission Office, übergab Diener die fünf verschiedenen Stipendien symbolisch an jede*n einzelne*n Student*in. Nach jeder Übergabe erfolgte eine kurze Zusammenarbeit über Padlet, auf dem die Stipendiaten unter anderem ihre Erwartungen an die SRH Hochschule Heidelberg und ihre Möglichkeiten, umgekehrt auch die Hochschule zu unterstützen, zum Ausdruck bringen konnten. Es sprudelte hier nur so von Ideen (s. Bildergalerie).

Den Traum verwirklichen

15 SRH-Stipendien, mit denen die gesamte Regelstudienzeit vollständig finanziert werden kann, wurden an begabte Studierende und Studierende in besonderen Lebenssituationen vergeben. Hinter jedem Stipendium steht eine sehr persönliche Geschichte: „Dank des Stipendiums kann ich das Familienleben, mein Studium und meine Unternehmensgründung zusammen bringen!“, freute sich einer der Stipendiaten, während seine zwei Kinder um ihn herumwuselten. „Meine Krankheit wird endlich anerkannt. Das Stipendium gibt mir Selbstvertrauen“, äußerte sich eine andere Studentin. „Es gab eine Zeit ohne Hoffnung. Aber jetzt habe ich die Bestätigung: Ich kann das schaffen!“, so eine weitere Stimme. Eine andere Studentin ergänzt: „Eine Karriere als Mama ist nicht selbstverständlich, und dann auch noch mit einer chronischen Erkrankung. Das Stipendium erlaubt mir, diese Karriere zu leben.“ So verwirklichen viele Studierende dank des Stipendiums ihren Traum und fühlen sich frisch motiviert.

Persönliches Wachstum

Mit je 300 Euro monatlich werden die zehn Deutschlandstipendiaten gefördert. Die Hälfte dieser Summe trägt der Bund, die andere private oder unternehmerische Förderer. So wird auch die Psychologie-Studentin Laura von Prof. Dr. Jochen Gehrmann, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Ludwigshafen, unterstützt: „Dank des Deutschlandstipendiums fällt der Druck ab, ich kann meine ehrenamtliche Tätigkeit fortsetzen und mich vernetzen. Auch ein Praktikum bei meinem Förderer ist geplant!“ Auch Leah, die vom IfUS-Institut für Unternehmenssanierung gefördert wird, sagt: „The scholarship helps me to grow as a person.“ Andere Studierende erwähnen, dass sie nun entspannter einkaufen können oder das Stipendium als großen Pluspunkt in ihren Lebenslauf übernehmen.

Kit für das Corona-Loch

Neu an der SRH Hochschule Heidelberg sind die Corona-Stipendien, die als Starthilfe Studienanfänger*innen und als Soforthilfe bereits bestehende Studierende bei ihrem Studium in Pandemie-Zeiten unterstützen. „Das ist eine große finanzielle Erleichterung“, sagt Tatjana. „Corona hat ein großes Loch in mein Konto gerissen, das ich nun ein bisschen füllen kann.“ Kishore freut sich: „I can concentrate on my studies.” Als Jennifer mit ihrem Studium beginnen wollte, haben ihr die Ärzte aufgrund einer Erkrankung davon abgeraten. Aber sie ist trotzdem angetreten und nun sehr froh. Auch Amid dankte der SRH Hochschule sehr herzlich für dieses Stipendium.

Große Dankbarkeit

Studienerfolg, Integration und die Motivation, andere junge Menschen für ein Studium in Deutschland zu begeistern, sind die Kriterien, die das STIBET-Stipendium des DAAD und des Auswärtigen Amtes fördern möchte. Vier Studierende werden mit diesem Stipendium unterstützt. „That fills me and my family with gratitude and joy!“, berichtet Cynthia, die ein DAAD-Stipendium (DAAD Prize for Outstanding Foreign Students) erhält.

Don´t worry, be happy

Zu guter Letzt dürfen die Stipendiaten alle noch ein Päckchen auspacken, das sie zuvor postalisch erhalten haben: Die Süßigkeiten darin hatte Rektor Carsten Diener bereits verputzt, wie er zugibt, aber mit dem alkoholfreien oder auch alkoholischem Getränk prostete er gemeinsam mit den Studierenden in die Kameralinse des Computers: „Like in real life!“ Musikalisch und interaktiv klang die Zeremonie aus mit „Don´t worry, be happy“ – beim Refrain konnten alle ihr Mikrofon einschalten und mitsingen. So gab es sogar noch ein bisschen Gänsehautfeeling, und das nicht nur digital, sondern auch real.

Hier findet man Informationen zu allen Stipendien an der SRH Hochschule Heidelberg.