Die Psychologie-Studentin Jana Ladwig berichtet über ein Salsa-Projekt an der Fakultät für Angewandte Psychologie.

„Drei Worte? Dafür ist das viel zu leidenschaftlich für mich, als dass ich das in drei Worte fassen könnte. Es ist eher ein Gefühl und das Gefühl kann ich nicht in Worte fassen, das muss man machen!“

Diese Antwort kommt mir entgegen, als ich Jerome darum bitte, den Salsa-Kurs an der Fakultät für Angewandte Psychologie in drei Worten zu beschreiben. Ich merke schnell, mir sitzt ein Mensch gegenüber, dessen Herz für das Tanzen schlägt.

Jerome Speck ist gelernter ADTV-Tanzlehrer und leitet den Salsa-Kurs, der die Psychologie-Studenten der SRH Hochschule Heidelberg seit einigen Wochen auf Trab hält. 20 bis 40 Teilnehmer sind es mittlerweile pro Kurs, erzählt der Psychologie-Student stolz.

Salsa ist ein relativ leicht zu lernender Gesellschaftstanz. Schon nach ein bis zwei Stunden gelingen einige Figuren, die Musik geht schnell ins Ohr und wirkt vertraut. In dem Kurs soll es dabei aber weniger um das Tanzen an sich gehen, sondern um das Miteinander, die Interaktion und das gegenseitige Kennenlernen.

„Ein Tanzkurs ist dann schön, wenn man danach raus geht und sagt: Heute hatte ich einen schönen Abend“, meint Jerome.

Ganz nach diesem Motto lässt er seine Schüler die verschiedenen Tanzstile ausprobieren und den eigenen Körper kennenlernen, gibt Freiraum und steht unterstützend zur Seite. Sich selbst kennen lernen – damit fasst er einen sehr wichtigen Teil der Psychologie auf. Dabei beschränkt er sich aber nicht nur auf Salsa. Auch Merengue, Bachata und Line-Dancing steht auf dem Programm.

Unterstützt wird er dabei von Nadja Ksiazek, akademische Mitarbeiterin an der Fakultät für Angewandte Psychologie und tanzbegeisterte Pädagogin, die ihm sowohl in organisatorischen Belangen als auch als Tanzpartnerin zur Verfügung steht.

Als Dankeschön gab es einen bunten Blumenstrauß für Frau Ksiazek!

Sie erzählt: „Es sollte ein Angebot für Studierende unserer Fakultät sein, um den Studierenden zu zeigen, dass Hochschule mehr ist als nur Lernen und Stress. Die Studierenden sollten die Möglichkeit haben ein gesundheitsförderndes Projekt wahrzunehmen.“ Das ist durchaus gelungen!

Ursprünglich waren sieben Termine angedacht, doch der Kurs ist so beliebt, dass der Plan geändert wurde. Vorläufig wird der Kurs nun bis zur Sommer-Pause weiterlaufen. Wie es sich danach weiterentwickelt, steht noch nicht fest.

Doch Jerome hat große Pläne. Diese Woche steht ein gemeinsamer Besuch einer Salsa-Party in Heidelberg an, schließlich erhalten die Kursteilnehmer alles, was sie brauchen, um auf so einer Party zu überleben. Da bedarf es eines Praxistests!

Auch sonst bastelt Jerome schon an weiteren Ideen, wie er anderen Menschen Tanzen näher bringen kann.

Wir können also gespannt sein, was uns noch erwartet!